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Wegen schlechter DSL-Verfügbarkeit weiter weniger Surfer im Osten

02.11.2006 | 17:11 Uhr |

Weil schnelle DSL-Verbindungen im Osten Deutschlands immer noch weniger verbreitet sind, nutzen dort auch immer noch deutlich weniger Menschen das Internet.

Das geht aus Daten des Marktforschungsinstituts TNS Infratest hervor, über die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln berichtet. So ist in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Leipzig und Chemnitz nur jeder Zweite online. In Westdeutschland sind die Quoten mit in der Regel mehr als 60 Prozent dagegen deutlich höher.

Der Grund sei das an sich hochmoderne Glasfasernetz in Ostdeutschland, das nach der Wende verlegt wurde, erläutern die Experten. DSL-Verbindungen setzen aber die davor üblichen Kupferleitungen voraus, die im Osten vielerorts nicht vorhanden sind. Schlusslicht bei der Internetnutzung ist allerdings das Saarland: Hier sind nach Angaben des IW zwar ausreichend DSL-Verbindungen verfügbar. Dennoch seien nur 49 Prozent der Befragten online. Internethochburg ist Berlin. Mehr als 64 Prozent der Bevölkerung surfen in der Hauptstadt regelmäßig im Netz. (dpa/mje)

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