1939685

Mehr Transparenz bei Google & Co.

02.05.2014 | 18:05 Uhr |

Facebook, Microsoft und Google wollen ihre Kunden künftig über Anfragen durch US-Behörden informieren – trotz Bedenken des US-Justizministeriums.

Um ihren Ruf nach den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden bei den verunsicherten Kunden zu verbessern, haben sich Facebook, Microsoft und Apple dazu entschieden, künftig für mehr Transparenz sorgen zu wollen. Wie die Washington Post berichtet, wollen die drei Unternehmen ihre Kunden ab sofort über Anfragen durch US-Behörden informieren – auch wenn dieser Schritt vom US-Justizministerium gar nicht gern gesehen wird.

Was auf dem Papier gut klingt, hat jedoch einige Haken. So werden im Rahmen der neuen Kundentransparenz lediglich Anfragen bei polizeilichen Ermittlungen, bei denen etwa Email-Inhalte oder -Metadaten eingesehen werden, weitergeleitet. Anfragen durch den Geheimdienst NSA oder das FBI unterliegen auch weiterhin der Geheimhaltungspflicht und dürfen den Kunden von Microsoft und Co. nicht mitgeteilt werden.

Google: Behördenanfragen um 120 Prozent gestiegen

Doch selbst dieses kleine Zugeständnis an mehr Kundentransparenz wird vom US-Justizministerium kritische beäugt. Wie ein offizieller Sprecher gegenüber der Washington Post betonte, könnten Kriminelle durch derartige Maßnahmen gewarnt und die Polizeiarbeit beeinträchtigt werden. Neben Apple, Facebook und Microsoft informieren auch bereits Google, Yahoo und Twitter ihre Kunden über Behörden-Anfragen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1939685