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Mehr Musikdownloads, weniger CD-Verkäufe

18.01.2007 | 15:42 Uhr |

Obwohl im vergangen Jahr doppelt so viele kostenpflichtige Musikdownloads verzeichnet wurden, klagt die Musikindustrie über schwindende CD-Verkäufe.

Der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) hat in seinem Jahresbericht für 2006 gemeldet, dass sich der Anteil von Musikdownloads via Internet oder Handy am Gesamtgeschäft von 5,5 Prozent im Vorjahr auf 10 Prozent gesteigert hat. Auch der Umsatz verdoppelte sich in diesem Bereich auf 2 Milliarden US-Dollar, ebenso wuchsen die Anzahl der verfügbaren Musiktitel um das zweifache auf rund 4 Millionen Musikstücke. Die IFPI rechnet damit, dass bis 2010 ein Viertel aller Umsätze durch Online-Musikverkäufe generiert wird.

In Deutschland wuchs die Zahl der heruntergeladenen Einzeltitel im vergangenen Jahr von 19 auf 24 Millionen an. Verschiedene Zählverfahren der Anbieter machen eine genaue Auswertung der Verkaufszahlen aber schwierig. Am beliebtesten ist der Download von einzelnen Musiktiteln anstelle von ganzen Alben. In Sachen „Musik-Piraterie“ will sich die IFPI künftig vorwiegend auf Internetanbieter wie beispielsweise Allofmp3.com konzentrieren, private Filesharer seien dagegen zweitrangig.

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