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Frühjahrsputz auf dem PC

07.04.2009 | 15:45 Uhr |

Veraltete Software stellt ein kaum kalkulierbares Sicherheitsrisiko dar und sollte aktualisiert oder entsorgt werden. Der Bochumer Antivirushersteller G Data gibt Tipps zum Frühjahrsputz auf der Festplatte.

Im Laufe eines PC-Lebens sammeln sich auf der Festplatte etliche Programme, die vor Jahren installiert wurden, jedoch selten benutzt werden. Die alten Schätzchen können Sicherheitslücken enthalten, besonders wenn der Hersteller die Programme nicht mehr durch Updates pflegt oder Anwender diese Aktualisierungen nicht nachvollziehen. Angreifer können vorhandene Schwachstellen ausnutzen, um Malware einzuschleusen und persönliche Daten auszuspionieren.

Während im Haushalt um diese Jahreszeit traditionell der Frühjahrsputz ansteht, werden Computer viel zu selten entrümpelt. Der Antivirushersteller G Data aus Bochum gibt Tipps zum Frühjahrsputz auf der Festplatte, um Sicherheitsrisiken zu entsorgen, den PC sicherer zu machen und ihm wieder zu mehr Leistung zu verhelfen. Schädlinge wie der Conficker-Wurm können sich auch deshalb so weit verbreiten, weil es Administratoren und Anwender versäumen regelmäßig Sicherheit-Updates einzuspielen.

Dabei ist es recht einfach wenigstens das Betriebssystem auf dem aktuellen Stand zu halten. Die in Windows, Mac OS X und auch Linux integrierten Update-Funktionen sorgen dafür, dass bereit stehende Service-Packs und Sicherheits-Updates installiert werden. Aber auch die Anwendungs-Software will gepflegt werden. Manche Programme enthalten eine automatische oder manuelle Update-Funktion - sie muss jedoch auch aktiviert und benutzt werden. Beim Aufspüren solcher Schwachstellen helfen kostenlose Tools wie etwa der Secunia Personal Security Inspector .

Veraltete Programme, für die es vom Hersteller keine Updates mehr gibt und die Sie schon lange nicht mehr benutzt haben, sollten Sie deinstallieren und bei Bedarf durch aktuelle Alternativen ersetzen. Diese gibt es of kostenlos, teils als Freeware, teils sogar als Open Source. Besonders Browser und deren Erweiterungen sowie Mail-Programm, Instant Messenger und andere Online-Software verdienen Ihre Aufmerksamkeit, da sie durch Angriffen aus dem Internet direkt ausgesetzt sind. Auch Bild- und Videobetrachter sind mögliche Einfallstore für Schädlinge.

Richten Sie auch die Windows-Berechtigungen sinnvoll ein. Legen Sie ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten an, das Sie für die Routinenutzung im Internet verwenden. Viele Schädlinge können ohne Administratorrechte weniger Schaden anrichten. Neue Benutzer können Sie unter Systemsteuerung/Benutzer anlegen.

Verwenden Sie aktuelle Antivirus- und Sicherheitsprogramme. Überprüfen Sie regelmäßig, ob deren Aktualisierungsfunktion noch ordnungsgemäß arbeitet und kontrollieren Sie, ob Ihr Update-Abo noch gültig ist. Gehen Sie nicht ohne aktivierte Firewall-Software ins Internet, auch wenn Sie einen DSL-Router haben.

Nutzen Sie getestete Programme zum Entrümpeln der Festplatte und der Windows-Registry oder greifen Sie gleich zu einer Security-Suite mit integrierten Funktionen für System-Tuning und Datensicherung. Regelmäßige Backups wichtiger Daten sparen Ihnen im Fall der Fälle viel Zeit und Nerven.

Ergänzen können Sie den Frühjahrsputz durch vorsichtige Säuberung der Hardware. Putzen Sie mal den Bildschirm mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Verwenden Sie aber keine scharfen Reiniger. Auch das Innenleben des Rechners (vor dem Öffnen des Geräts den Netzstecker ziehen!) können Sie mit Pinsel und Staubsauger von dem ganzen Staub befreien, den die Lüfter täglich hinein saugen. Vergessen Sie auch Tastatur und Maus nicht.

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