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Mehr IT-Sicherheit für die EU

01.06.2006 | 15:55 Uhr |

Die EU-Kommission will ein Informations- und Warnsystem für IT-Sicherheit aufbauen.

Nach Ansicht der EU-Kommission investieren Unternehmen, Behörden und Privatleute zu wenig in die Sicherheit ihrer Computer-Systeme. Lediglich 5 bis 13 Prozent der IT-Ausgaben entfallen auf die Sicherheit, was nach Einschätzung der zuständigen EU-Kommissarin Viviane Reding "bedenklich wenig" ist. Bestehende und künftige Risiken würden vielfach unterschätzt, man sei gegen die sich verändernden Bedrohungen nicht ausreichend gewappnet.

Eine gestern gestartete EU-Kampagne soll das Sicherheitsbewusstsein bei Unternehmen und Anwendern verstärken. Die EU-Kommission hat die im griechischen Heraklion angesiedelte Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ( ENISA ) beauftragt zu prüfen, ob ein mehrsprachiges Warn- und Informationssystem etabliert werden kann.

Sowohl die Mitgliedsstaaten als auch die Wirtschaft sollen sich aktiver am Informationsaustausch beteiligen, um die IT-Sicherheit zu verbessern. Nationale Behörden sollen sich über Sicherheitsrichtlinien und sinnvolle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr austauschen. Die EU-Kommission will zudem noch in diesem Jahr die Bekämpfung von unerwünschten Werbe-Mails (Spam) anpacken und einen Standpunkt zu RFID-Tags entwickeln.

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