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Mehr Cookie-Verweigerer als angenommen

10.10.2006 | 10:15 Uhr |

Der IT-Vermarkter AdTiger hat eine Untersuchung zum Verhalten von 3rd-Party-Cookies bei über 1,5 Millionen Usern durchgeführt. Demnach unterstützen nicht einmal die Hälfte aller Surfer die Annahme von 3rd-Party-Cookies - deutlich weniger als bislang von Experten vermutet.

Für die Online-Werbebranche bedeutet dies eine schlechte Nachricht. Denn Cookietracking ist im Affiliate-Bereich unerlässlich, da Geschäftsmodelle provisionsabhängig abgerechnet werden. Ausgerechnet hier existiere eine Grauzone an Usern, die nicht abgerechnet werden könnten, so AdTigers .

Besonders die enorm hohe Zahl an Cookie-Verweigerern dürfte dabei den meisten Webseitenbetreibern nicht gefallen: Über die Hälfte aller Transaktionen (rund 53 Prozent), die 24 Stunden nach dem Klick auf ein Werbemittel eintreffen, können nicht mehr via IP-Tracking abgefangen werden und gehen damit verloren.

AdTiger gibt an, das Problem bereits vor einiger Zeit bei ersten Messungen erkannt und entsprechend gehandelt zuhaben. Die Kunden des Unternehmens könnten daher nahezu 98 Prozent aller Transaktionen entsprechend zuordnen und statistisch auswerten. Bei anderen Systemen sei man dagegen noch nicht so weit. "Wir haben bei unserer Untersuchung auch Systeme anderer Anbieter, vor allem von Affiliate-Netzwerken, angetestet und mussten leider feststellen, dass es bei diesen teilweise enormen Nachholbedarf gibt", so AdTigers Geschäftsleiter Jan Winkler.

In die Untersuchung von AdTiger floss laut eigenen Angaben das Verhalten von über 1,5 Millionen Surfern im Zeitraum September bis Oktober 2006 ein. (Detlef Scholz)

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