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Mehr Betrug bei Online-Auktionen

26.06.2000 | 21:06 Uhr |

Beschwerden über Betrügereien bei Internet-Auktionen nehmen in den USA immer mehr zu. Einem Bericht zufolge gingen im vergangenen Jahr 10.700 Beschwerden gegen unrechtmäßige Online-Versteigerungen ein. Die meisten Beschwerdeführer hatten beklagt, bezahlte Ware nicht erhalten zu haben.

Beschwerden über Betrügereien bei Internet-Auktionen nehmen in den USA immer mehr zu. Einem Bericht der Federal Trade Commission zufolge gingen im vergangenen Jahr 10.700 Beschwerden gegen unrechtmäßige Online-Versteigerungen ein. Die meisten Beschwerdeführer hatten beklagt, bezahlte Ware nicht erhalten zu haben. Im Jahr 1997 waren bei der US-Behörde zum Vergleich nur 107 Beschwerden vorgelegt worden.

"Wir vermuten, dass die Zahl der tatsächlichen Fälle noch wesentlich höher liegt", erklärte Holly Anderson, Sprecherin der US-Verbraucherschutzorganisation National Consumers League (NCL), heute gegenüber der USA Today. Schätzungen der NCL zufolge waren die Betrogenen durchschnittlich um sage und schreibe 293 US-Dollar geprellt worden. Da es sich bei den meisten Online-Auktionsbetrügereien jedoch nur um kleine Geldbeträge handle, finde nur ein Bruchteil der Fälle den Weg in die Gerichte, so die Sprecherin weiter.

Erst vor drei Wochen war der Marktführer unter den Online-Auktionshäusern, eBay, wegen Betrügereien in die Schlagzeilen geraten: Ein Rechtsanwalt hatte mit falschen Geboten den Preis für ein vermeintliches Originalgemälde eines Surrealisten in die Höhe getrieben. (PC-WELT, 26.06.2000, jas)

Online-Auktionen manipuliert? (PC-WELT Online, 07.06.2000)

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