Megaupload

Kim Schmitz braucht 220.000 Dollar im Monat zum Leben

Mittwoch, 29.02.2012 | 14:49 von Benjamin Schischka
Kim Schmitz auf der Anklagebank
Vergrößern Kim Schmitz auf der Anklagebank
Lebenskosten, Kredite, Personal – um seine monatlichen Kosten zu decken, soll der auf Kaution freie Kim „Dotcom“ Schmitz 220.000 Dollar gefordert haben.
Das Jahr 2012 hat es bislang nicht gut gemeint mit Kim „Dotcom“ Schmitz. Im Januar wurde er von der Polizei festgenommen und sein Filehoster Megaupload geschlossen. Schmitz verbarrikadierte sich bis zuletzt im Panik-Raum seiner Villa. Die Polizei musste den Raum mit Maschinen öffnen. Die USA werfen Kim Schmitz Urheberrechtsverletzungen, Geldwäsche und kriminelle Geschäfte vor. Erst nach dem zweiten Antrag hat das Gericht den Megaupload-Gründer im Februar gegen Kaution freigelassen. Es bestehe keine Fluchtgefahr, urteilten die Richter . Schmitz werde seine Frau nicht zurücklassen, außerdem seien seine Konten eingefroren.

Nun berichtet eine neuseeländische Zeitung , dass Schmitz das vom Gericht gewährte Geld nicht zum Leben reiche. Für drei Wochen erhielt er 30.000 Dollar. Angeblich soll er das Gericht in Auckland um 28.000 Dollar monatlich für Lebenskosten plus 29.000 Dollar monatlich für den Unterhalt der Angestellten plus eine einmalige Zahlung für die Miete gebeten haben. Es handelt sich dabei stets um Forderungen nach Freigabe aus seinem eingefrorenen Vermögen. Hoch gerechnet auf das Jahr soll es sich um etwa eine Million Dollar handeln, die Schmitz bräuchte. Zusätzlich soll er Geld für die Rückzahlung von Krediten gefordert haben. Nach Angaben der Krone – Neuseeland ist ein Königreich im Commonwealth of Nations – soll Kim „Dotcom“ Schmitz sogar 220.000 Dollar monatlich aus seinem eingefrorenen Vermögen verlangt haben, um seine Lebenskosten zu decken. Mit den 220.000 Dollar habe er unter anderem Sicherheitspersonal, Kindermädchen und einen Butler bezahlen wollen.
 
Kim Schmitzs Frau Mona Schmitz soll, und das wurde vom Gericht bewilligt, 20.000 Dollar erhalten. 12.650 Dollar seien für medizinische Ausgaben für die Geburt ihrer Zwillinge und anfallenden Kosten für ihr Auto. Weitere 10.000 Dollar sollen an den Mitangeklagten Bram van der Kolk gehen. Er erhielt ebenfalls seinen Wagen zurück. Ganze 74.000 Dollar sollen an die Firma gehen, um Kreditgeber bedienen zu können.

Mittwoch, 29.02.2012 | 14:49 von Benjamin Schischka
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (5)
  • mike_kilo 08:49 | 01.03.2012

    ich würde Dotcom wegen seiner gesperrten Finanzen ja gerne eine [lt]Dose[/lt], nein besser einen 5kg-Eimer iran. Beluga Kaviar zukommen lassen, damit er seinen Lebenswandel niveauvoller gestalten kann, kenne aber leider seine Adresse nicht, noch habe ich die Kohle dafür. Vielleicht findet sich ja jemand?

    Antwort schreiben
  • kalweit 08:23 | 01.03.2012

    Zitat: sixeleven
    Interessant, das man auf gerichtliche Anforderung Geld von seinem gesperrten Konto bekommen kann, welches mutmaßlich rechtswidrig [...] In Deutschland kann ich mir das nicht vorstellen...
    Also mich beruhigt es eher, dass es offensichtlich noch Richter gibt, bei denen die Unschuldsvermutung mehr zählt, als der öffentliche Mopp. Wenn man ihn aus dem Knast lässt, muss man ihm auch die Möglichkeit einräumen, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ob das Ganze in der Höhe gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Antwort schreiben
  • hans10 08:13 | 01.03.2012

    Kim Schmitz braucht 220.000 Dollar im Monat zum Leben
    ... nun mal ganz ehrlich, wer möchte schon freiwillig auf seinen gewohnten Lebenswandel verzichten. Hängen wir nicht alle (mehr oder weniger) am Geld?

    Antwort schreiben
  • mike_kilo 08:00 | 01.03.2012

    Kim Schmitz braucht 220.000 Dollar im Monat zum Leben....
    :spinner: vornehm geht die Welt zu Grunde, dagegen sind dem Wulff seine 16.666 €/Monat "Ehrensold" nur Peanuts

    Antwort schreiben
  • sixeleven 16:14 | 29.02.2012

    Kim Schmitz und seine Kohle

    Interessant, das man auf gerichtliche Anforderung Geld von seinem gesperrten Konto bekommen kann, welches mutmaßlich rechtswidrig in seine Hände gelangt ist. In Deutschland kann ich mir das nicht vorstellen... Von was werden dann eigentlich etwaige Geschädigte (Musikindustrie, Softwarefirmen etc. pp) bezahlt, wenn die Schmitz'schen Gelder verbrannt sind (was bei den Ausgaben ohne Einnahmen wohl nicht lange dauern dürfte)?

    Antwort schreiben
1370892