07.08.2012, 16:10

Benjamin Schischka

Megaupload-Gründer

Kim „Dotcom“ Schmitz soll von Polizei geschlagen worden sein

Kim Dotcom sagt, die Polizei habe ihn geschlagen ©iStockphoto.com/lisafx

Bei seiner Festnahme soll Kim Schmitz von der Polizei geschlagen und getreten worden sein. Das beteuert der Megaupload-Gründer nun vor Gericht.
Der als Kim Dotcom bekannte Gründer der vom FBI geschlossenen Plattform Megaupload soll von der Polizei geschlagen worden sein. Das behauptet er zumindest vor Gericht, berichtet Reuters. Angeblich haben ihn Polizei-Beamte aus Neuseeland bei der Festnahme ins Gesicht geschlagen und mit ihren Stiefeln zu Boden getreten. Er habe geschrien und ihnen gesagt, dass es keinen Grund gebe ihn zu verletzen.
 
Der Vorwurf des FBI: Dotcom habe mit dem Kopieren von Musik und Filmen seit 2005 175 Millionen Dollar verdient und der Industrie großen Schaden zugefügt. Die Anwälte von Kim Schmitz pochen darauf, dass Megaupload lediglich Online-Speicherplatz zur Verfügung gestellt habe. Im Januar wurde Dotcoms Anwesen in Neuseeland von der dortigen Polizei gestürmt. Kim Schmitz flüchtete sich zunächst in den Panikraum, als er Schreie hörte. Dort ist er von den Beamten herausgeholt worden und angeblich geschlagen worden. Später ist er gegen Kaution wieder auf freien Fuß gekommen. Die Hausdurchsuchung selbst wurde als illegal eingestuft, weil es diverse Verfahrensfehler gegeben hat.
 
In seinem Gesicht sollen aber auf Fotos nach der Verhaftung keine Spuren von Gewalteinwirkung zu sehen gewesen sein. Der Megaupload-Gründer ist für seine großspurigen Auftritte bekannt. Ob die Anschuldigung der Wahrheit entspricht oder für Dotcom Publicity sein soll, steht noch nicht fest.
Erst vor kurzem hat Kim Dotcom mit einem Musikvideo auf sich aufmerksam gemacht. Darin wendet er sich an Barack Obama, stellt sich als Che Guevara und Kämpfer für die Freiheit im Internet dar. Auf Twitter sammelt der Megaupload-Gründer mit seiner Aktion über 100.000 Follower.
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