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Mediziner: Blitzschläge verursachen bei MP3-Player-Besitzern schlimmere Verletzungen

13.07.2007 | 16:14 Uhr |

Mediziner weisen in einem Beitrag im New England Journal of Medicine darauf hin, dass ein auf eine Person einschlagender Blitz schlimmere Verletzungen anrichtet, wenn dieser gerade einen MP3-Player, wie den iPod von Apple, nutzt.

Dabei verweisen die Mediziner auf einen Fall aus dem Jahre 2005, bei dem ein Kanadier von einem Blitz getroffen wurde, als er joggte und dabei mit seinem iPod Musik hörte. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Neben Brandverletzungen zweiten Grades an Brust und am linken Bein, wurden auch linienförmige Brandwunden festgestellt, die von der Brust bis zum Nacken verliefen und anschließend über beide Gesichtshälften. Die Wunden stimmten mit der Position der Ohrhörer überein, die der Mann trug, als ihn der Blitz traf. Laut Angaben der Ärzte rissen in beiden Ohren die Trommelfelle und es wurden Knochenbrüche an den Wangenbereichen festgestellt.

Die Mediziner betonen, dass die Gefahr, von einem Blitz getroffen zu werden, sich nicht erhöht, wenn man einen MP3-Player nutzt. Im betreffenden Fall schlug der Blitz auch zuerst in einen Baum ein und ging dann auf den vorbeilaufenden Mann über. Die metallischen Kopfhörer und Schweiß hätten aber für schlimmere Verletzungen im Kopfbereich gesorgt. Das Platzen der Trommelfelle sei im Falle eines Blitzes normal. Hinzu kämen aber noch weitere Verletzungen im Ohrbereich, inklusive Brüche der Gehörknöchelchen, was bei Vorfällen solcher Art eher selten ist. Hinzu kämen noch die Verletzungen der Wangen. Zwei Jahre nach dem Unfall leide der Mann immer noch am fünfzigprozentigen Hörverlust auf beiden Ohren und muss Hörhilfen tragen.

Nahezu exakt identische Verletzungen trug auch ein 17jähriger US-Amerikaner davon, der im vergangenen Jahr von einem Blitz getroffen wurde und ebenfalls gerade mit seinem iPod Musik hörte.

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