201094

Medienaufsicht für verschlüsseltes FreeTV

05.02.2007 | 14:11 Uhr |

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg spricht sich für die Verschlüsselung des freien Fernsehens und der Adressierbarkeit von Empfängern aus.

Die deutschen Medienwächter setzen sich für eine Verschlüsselung des gebührenfreien Fernsehprogramms ein. Damit könnten die Zuschauer FreeTV nur noch nach entsprechender Freischaltung über ein digitales Empfangsgerät (Set-Top-Box) empfangen. Hans Hege, Vorsitzender der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg (MaBB), erklärte gegenüber der Berliner Zeitung , dass sich die vielfältigen Übertragungswege und die neuen Spartenkanäle nur über neue Geschäftsmodelle finanzieren lassen. Dafür seien die Adressierbarkeit der Empfänger sowie die Verschlüsselung unabdingbar.

Allerdings sprach er sich gegen die Pläne von ProSiebenSat.1 und der RTL-Gruppe aus, ihr freies Angebot als Bezahlfernsehen zu vermarkten. Statt dessen favorisiert Hege ein Modell aus einem gebührenfreien Basisangebot und einem kostenpflichtigen, erweiterten Programmangebot. Dem Zuschauer soll ein Mehrwert geboten werden. Er appelierte an die Programmveranstalter sowie Kabel- und Satellitenunternehmen, neue Programmpakete zu schnüren und interaktive Zusatzdienste einzuführen. Ein Basisangebot frei empfangbarer Programme könnte beispielsweise über das digitale Antennenfernsehen (DVB-t) sichergestellt werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
201094