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Kamerahandys für unter 30 US-Dollar geplant

Der Halbleiterhersteller MediaTek hat eine Ein-Chip-Lösung vorgestellt, die die Produktion von Kamerahandys für unter 30 US-Dollar ermöglicht. Eine Kamera konnte bislang in diesem Preissegment nicht verbaut werden. Ob die Nutzer bei der geringen Qualität die Kamerafunktion auch nutzen, muss dagegen in Frage gestellt werden.

Der Halbleiterproduzent MediaTek hat einen Chip vorgestellt, der Kamerahandys für unter 30 US-Dollar ermöglicht. Neben den Basisfunktionen für Sprachdienste und SMS befindet sich auf dem Chip auch ein CMOS-Sensor für Fotos. Dieser hat allerdings nur eine Auflösung von 100.000 Pixeln. Eine in vielen Prepaid-Modellen eingesetzte VGA-Kamera löst Bilder bereits mit 300.000 Pixeln auf. Die Auflösung reicht also nur für kleine Schnappschüsse, wie auch MediaTek zugibt. Das Unternehmen weist darauf hin, dass eine Kamera in diesem Preissegment bislang ein einzigartiges Feature sei.

Handys für unter 30 US-Dollar werden häufig in Entwicklungsländern verkauft, wo für europäische Verhältnisse billige Handys unerschwinglich sind. Sie verfügen nur über die Basisfunktionen zum Telefonieren und Verschicken von Kurznachrichten und haben monochrome Displays. Mobiltelefone mit erweiterten Funktionen, wie beispielsweise Internet-Anwendungen, können sich in diesen Märkten nur wenige Konsumenten leisten. Der in Taiwan ansässige Hersteller MediaTek äußert sich nicht zu den anvisierten Märkten. Analysten gehen aber davon aus, dass er mit dem Chip besonders chinesische Hersteller im Auge hat, die Handys als Auftragsarbeit entwickeln und produzieren.

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