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McAfee warnt vor Cybercrime as a Service

11.03.2014 | 18:09 Uhr |

Laut den Sicherheitsexperten von McAfee sind das Dark Web und Cybercrime as a Service mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen und entwickeln sich zu einem ernstzunehmenden Untergrundmarkt.

McAfee Labs hat in dieser Woche seinen Threats Report (PDF) für das vierte Quartal 2013 veröffentlicht. Aus dem Abschlussbericht geht hervor, dass die Anzahl der Malware-Typen für mobile Endgeräte im Vergleich zum vierten Quartal 2012 um ganze 197 Prozent gestiegen ist.

Neben dem so genannten mobilen Malware-Zoo stuft McAfee auch Cybercrime as a Service als zunehmende Bedrohung ein. Unter diesem Begriff werden Dienstleister zusammengefasst, die mit der Erstellung von maßgeschneiderter Malware für Kunden Geld verdienen. Dazu können beispielsweise Schadprogramme gehören, die die Kreditkartendaten von Kunden ausspionieren. Die gesammelten Daten werden dann im so genannten Dark Web – oder auch Deep Web – weiterverkauft.

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McAfee erklärt im aktuellen Bericht, dass die meisten IT-gestützten Verbrechen beim Einkaufen begangen werden. Bei gestohlenen Kreditkartendaten konnte das Unternehmen nachweisen, dass es sich bei der von vielen Angreifern benutzen Malware um relativ einfache Programme gehandelt habe. Das legt wiederum den Schluss nahe, dass es sich bei der verwendeten Schadsoftware um Baukasten-Tools gehandelt haben könnte, die von Cybercrime as a Service Anbietern individuell angepasst wurden. McAfee wies außerdem nach, dass die gestohlenen Kreditkartendaten auf so genannten Dark-Web-Märkten in Chargen von bis zu vier Millionen angeboten wurden.

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