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McAfee entschuldigt sich für Probleme bei Falcon-Auslieferung

12.09.2006 | 12:55 Uhr |

Mit einer neuen Produktlinie, Codename "Falcon", wollte McAfee eine neue Bedienoberfläche ebenso wie seine Siteadvisor-Software (zur Einstufung von Web-Seiten) einführen. Dieses Upgrade führte bei manchen Nutzern zu Problemen.

McAfee hat sich bei Nutzern für Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit seiner neuen Client-Software entschuldigt, die letzten Monat veröffentlicht wurde. In einer Mail an die Nutzer bestätigte McAfee Executive Vice President Bill Kerrigan, dass es zu einige Störungen gekommen sei. "Wir möchten uns aufrichtig bei all denjenigen entschuldigen, die Probleme mit ihren Computern wegen des Upgrades hatten", so Kerrigan in der Mail.

McAfee schätzt, dass weniger als ein Prozent der Nutzer, die die neue Software heruntergeladen haben, Problemen gegenüberstand. Aber die Probleme denen sie sich ausgeliefert sahen, waren ärgerlich. Die neue Software arbeitete unter Umständen nicht besonders gut mit der Software der Internet Service Provider zusammen - sie führte zu träge reagierenden Browsern bei einigen Nutzern, so das Unternehmen. Und Kunden, die den Firewall-Schutz deaktiviert hatten, erhielten Benachrichtigungs-Dialoge, die nicht ignoriert werden konnten - ein weiteres Ärgernis. Einige Nutzer waren auch vom neuen Interface verwirrt, räumt McAfee ein.

Kunden, die sich über die Bugs beschwerten, wird nun eine kostenlose Verlängerung für ihre Software angeboten, vorgesehen sind drei zusätzliche Monate - von den Unannehmlichkeiten betroffen waren übrigens in den Vereinigten Staaten beheimatete Kunden von McAfee, Kunden in Europa waren nicht betroffen. Aufgrund der Erfahrungen in den USA konnten in Europa die entsprechenden Fixes noch vor dem Produkt-Launch bereitgestellt werden.

Für einige Kunden ist die angebotene Verlängerung aber keine Lösung. Matt Saefkow, einem Programmierer aus Cleveland, zufolge, wurde nach dem Update jeweils etwa eines von zehn Bildern einer Site nicht geladen, es sei denn man führte einen Refresh der Site nach dem anderen durch. Aufgrund des Frustfaktors plant er, seine McAfee-Software zu entfernen, und sein Glück mit anderen frei verfügbaren Produkten zu versuchen. Einige Überlegungen dazu hat er in seinem Blog geschildert.

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