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McAfee: Malware-Trends 2005

27.04.2005 | 17:08 Uhr |

McAfee berichtet über die häufigsten Arten von Schädlingen, die bislang in diesem Jahr zu beobachten sind und gibt darauf basierend eine Prognose für die weitere Entwicklung ab.

Die Virenforscher von McAfee AVERT (Antivirus and Vulnerability Emergency Response Team) haben die Trends bei in diesem Jahr neu entdeckten Schädlingen untersucht. McAfee berichtet in einem Report, dass mobile Viren, Phishing und Exploits auch weiterhin die dominierenden Bedrohungen für die IT sein werden, denn alle drei betreffen Endanwender und Unternehmen gleichermaßen. Gleichzeitig hat die Zahl der Trojaner und Bots stetig zugenommen, während der Anteil der Massen-Mail-Würmer im Verhältnis dazu abnahm. Mail-Würmer wie die aus den Familien Bagle, Netsky oder Mydoom sind jedoch weiterhin stark verbreitet.

Vincent Gullotto, Vize-Präsident von McAfee AVERT, kommentiert: "Obwohl die Viren-Rate zwischen 2000 und 2004 stetig zurückgegangen ist und sich nun bei einem jährlichen Wachstum von lediglich fünf Prozent bewegt, konnten wir feststellen, dass die Zahl der mit Malware zusammenhängenden Ausbrüche zwischen 2004 und 2005 um 20 Prozent zunahm. Momentan gehen wir davon aus, dass diese Wachstumsrate in der nächsten Zukunft mindestens auf dem gleichen Niveau bleiben wird. Darüber hinaus war der Anstieg der Zahl unerwünschter Programme im ersten Quartal 2005 deutlich höher als im ersten Quartal 2004."

Obwohl Software-Anbieter Sicherheitslücken immer schneller erkennen und beheben, bleibt das Gefahrenpotenzial auf hohem Niveau. Hacker und Viren-Autoren konzentrieren ihre Kraft nach wie vor darauf bekannte Sicherheitslücken schnell auszunutzen. Besonders gefährdet sind daher Systeme, die nicht gepatcht oder aktualisiert wurden. McAfee AVERT geht davon aus, dass etwa die Hälfte der Rechner im Internet nicht ausreichend aktualisiert sind, um die Ausnutzung von Sicherheitslücken ("Exploits") erfolgreich abzuwehren.

Als Trends für den weiteren Verlauf dieses Jahres prognostiziert McAfee:

- Die Zahl der PUPs (potenziell unerwünschte Programme, etwa Adware) wächst weiter.
- Die Probleme im Zusammenhang mit Phishing und Identitätsdiebstahl nehmen zu.
- Schädlinge für mobile Geräte (wie Handys) entwickeln sich zu einer ernsten Bedrohung.

Private Anwender wie auch Unternehmen sollten ihre Antivirus-Software durch regelmäßige und möglichst häufige Updates der Virensignaturen auf dem Stand halten sowie Sicherheits-Updates für das Betriebssystem und installierte Software einspielen.

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