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McAfee-Fehlalarm löscht Excel

13.03.2006 | 14:05 Uhr |

Eine fehlerhafte Virendefinition erkennt einen Virus in harmlosen Dateien.

Am letzten Freitag lieferte der Antivirus-Hersteller McAfee im Rahmen der täglichen Updates eine Virendefinition aus, die zu etlichen Fehlalarmen führen kann. In harmlosen Dateien entdeckt der Virenscanner den Virus "W95/CTX". Die Dateien werden je nach Konfiguration umbenannt, in Quarantäne gestellt oder gar gelöscht.

Das Update "DAT-4715" enthält einen Fehler, der bei einer Reihe von Dateien zuschlägt, zum Beispiel bei "excel.exe" und "graph.exe" aus Microsoft Office oder dem Installationsprogramm von ICQ. In einer PDF-Datei führt McAfee über 300 Dateien auf, bei denen falscher Alarm ausgelöst wird. Das Problem tritt nach Angaben von McAfee allerdings nur beim On-Demand-Scanner (Scannen auf Anforderung), nicht jedoch beim residenten Virenwächter (On-Access-Scanner) auf.

Betroffene McAfee-Produkte sind Virusscan 7.03, Virusscan Online 10 und 11, Linuxshield, Virusscan Enterprise 7.0, 7.1 und 8.0i sowie Managed Virusscan 3.5 und 4.0. Wenige Stunden später stellte McAfee eine neue Virendefinition (DAT-4716) bereit, in der das Problem beseitigt war. Für betroffene Anwender hält McAfee Anleitungen bereit, wie die vermeintlich virulenten Dateien aus der Quarantäne wieder hergestellt werden können.

Es gibt tatsächlich einen Virus namens "W95/CTX", damit infizierte Dateien werden von McAfee Virusscan jedoch als "W95/CTX.6886" oder "W95/CTX.10853" gemeldet. Fehlalarme sind bei Virenscannern nicht ungewöhnlich, treten jedoch selten bei einer so großen Zahl unterschiedlicher Dateien auf.

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