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Infizierte Festplatten in Taiwan aufgetaucht

13.11.2007 | 14:36 Uhr |

Die im Spätsommer berichtete Verseuchung von Maxtor-Festplatten mit einem Trojanischen Pferd sorgt in Taiwan für Aufregung. Etliche dieser Festplatten sind an Behörden-Computern angeschlossen worden.

Im September berichtete der Antivirus-Hersteller Kaspersky Labs über eine Reihe von Festplatten aus dem Hause Maxtor/Seagate, die mit dem Schädling "Virus.Win32.AutoRun.ah" infiziert in den Niederlanden in den Handel gelangt waren . Solche Festplatten sind nun auch in Taiwan entdeckt worden - und zwar in Behörden-PCs. Der taiwanesische Sicherheitsdienst verdächtigt sogleich chinesische Regierungsstellen hinter der Festplattenverseuchung.

Etwa 1800 infizierte externe Festplatten sind in Taiwan entdeckt worden. Die meisten davon (1500) sind nicht zum Verkauf gelangt sondern rechtzeitig zurück beordert worden. Seagate widerspricht der taiwanesischen Darstellung einer chinesischen Spionage-Attacke. Zwar seien die Festplatten von einem chinesischen Vertragspartner verseucht worden, die enthaltenen Schädlinge würden jedoch lediglich Zugangsdaten für Online-Spiel ausspionieren.

Seagate hat sofort nach Bekanntwerden der Festplattenverseuchung die Auslieferung der Laufwerke gestoppt. Alle seitdem gelieferten Platten seien sauber, meint der Hersteller. Seagate will eine 60-Tage-Version von Kaspersky Antivirus bereit stellen, damit Betroffene ihre Festplatten überprüfen und bereinigen können.

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