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Max Payne ab Samstag indiziert

28.09.2001 | 14:16 Uhr |

Das von der Fachpresse und den Fans hochgelobte Spiel "Max Payne" ist ab dem 29. September indiziert. Dies hat der deutsche Publisher Take2 am Freitag bekannt gegeben. Das Spiel darf Jugendlichen ab Samstag nicht mehr zugänglich gemacht und beworben werden.

Das von der Fachpresse und den Fans hochgelobte Spiel "Max Payne" ist ab dem 29. September indiziert. Dies hat der deutsche Publisher Take 2 am Freitag bekannt gegeben.

Die " Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften " (BpjS) hat das Spiel auf den Index gesetzt.

Dem Bericht des österreichen Spielemagazins Gamers.at zufolge hat ein Kaufhausbesucher eine Beschwerde gegen das Spiel eingelegt, nachdem er es in den Regalen gesehen hatte. Er informierte die Kaufhausleitung, die Verbraucherzentrale und den Westdeutschen Rundfunk. Die Beschwerde wurde an die BpjS weitergeleitet, die daraufhin einem Antrag auf Indizierung stattgegeben hat.

Take 2 betont in einer ersten Stellungnahme ausdrücklich, dass eine Indizierung bedeute, dass das Spiel nur noch an Erwachsene verkauft werden darf. Jugendlichen darf "Max Payne" nicht mehr angeboten werden und das Spiel darf auch öffentlich nicht mehr beworben werden. Daher zieht auch der Publisher die Konsequenz und nimmt die offzielle deutsche Website zum Spiel " www.maxpayne.de " ab dem 29. September vom Netz.

Take 2 hatte vor einigen Wochen das lang erwartete Action-Spiel "Max Payne" der finnischen Spieleschmiede "Remedy" in Deutschland in einer ungeschnittenen amerikanischen Fassung auf den Markt gebracht. Eine deutsche Version des Spiels ist für Oktober angekündigt. Unklar ist derzeit allerdings, ob diese Version tatsächlich auf den Markt kommen wird.

Die Hauptrolle in dem Spiel spielt der Polizist "Max Payne", der den Mord an seiner Frau und seinem Kind rächen will. Ein markantes Feature des Spiels ist die Möglichkeit, in einen Zeitlupen-Modus zu schalten um Gegner abzuschießen. Dieser Effekt ähnelt stark Filme des Regisseurs John-Woo.

Die Indizierung von "Max Payne" dürfte die Diskussion um die BpjS erneut entfachen. In den wenigen Wochen seit dem Erscheinen von "Max Payne" hatte sich gerade in Deutschland eine große Fangemeinde gebildet.

Ein Viertel aller Computerspiele sind Raubkopien (PC-WELT Online, 27.09.2001)

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