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Schutz- und Spionage-Software für Handys

Das Unternehmen Maverick Mobile Solutions hat ein Programm entwickelt, das bei einem Diebstahl des Handys die darauf gespeicherten persönlichen Daten an den Besitzer zurückschickt. Außerdem kann er das Telefon heimlich abhören und alle Nachrichten und neuen Kontakte mitlesen.

Das indische Unternehmen Maverick Mobile Solutions hat eine Schutz- und Spionage-Software für Handys vorgestellt. Nach den Vorstellungen des Entwicklers soll das Programm Maverick Secure Mobile bei einem Diebstahl des Handys seinen Besitzer vor einem Totalverlust von persönlichen Daten schützen. Außerdem kann der Aufenthaltsort und die Identität des Diebs herausgefunden werden. Die Entwickler stellten die Software auf der DEMO Konferenz in San Diego vor. Noch befindet sich das Programm im Beta-Stadium, doch Maverick konnte bereits einen Vertrag mit Nokia abschließen, berichtet die New York Times.

Ist das Programm zuvor auf dem Handy installiert, verliert der Besitzer bei einem Diebstahl zwar sein Mobiltelefon, kann aber zumindest die gespeicherten Kontakte, Nachrichten und Fotos retten. Sobald der Dieb die SIM-Karte durch seine eigene ersetzt, verschlüsselt das Programm alle auf dem Telefon gespeicherten Daten, so dass dieser sie nicht sehen kann. Außerdem schickt die Software sie an eine vom Eigentümer zuvor bestimmte Nummer, etwa die eines Freundes.

Aber die Applikation erlaubt es auch, den Dieb auszuspionieren. Mit einer versteckten SMS kann man alle Textmitteilungen mitlesen sowie alle neuen Einträge, die der Dieb in das Telefonbuch einträgt. Mit der Funktion Spy Call ist der Besitzer auch in der Lage, sämtliche Gespräche des Diebes heimlich mitzuhören. Kennt man den ungefähren Aufenthaltsort des Diebes, lässt sich die genaue Position mit Hilfe eines hohen, lauten Alarmtones bestimmen, den die Software auf Wunsch erzeugt.

Nach Meinung des indischen Unternehmens bietet sich die Software auch für Eltern an, die den Aufenthaltsort ihrer Kinder herausfinden wollen. Unternehmen könnten auch ihrer Mitarbeiter überprüfen oder die Polizei verdächtige Personen noch besser überwachen. Allerdings muss vorher der Datenschutz zustimmen, was in Deutschland unwahrscheinlich ist.

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