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Mastercard blockiert keine Wikileaks-Spenden mehr

06.07.2013 | 12:04 Uhr |

Der US-Finanzdienstleister Mastercard hat die seit 2010 bestehende Blockade für Wikileaks-Spenden aufgehoben.

Als Wikileaks 2010 geheime Dokumente der US-Botschaften veröffentlichte, reagierten mehrere US-Finanzdienstleister umgehend und blockierten Spenden-Zahlungen an die Whistleblower-Plattform. Neben Mastercard drehten auch Visa, Paypal, Western Union und die Bank of America Julian Assange und seinen Kollegen den Geldhahn zu.

Was ursprünglich nur sieben Tage andauern sollte, entwickelte sich schließlich zu einer knapp dreijährigen Blockade für Wikileaks. Der Enthüllungsplattform zufolge wurde Wikileaks damit um rund 95 Prozent seiner finanziellen Mittel gebracht. Nachdem die Plattform inzwischen bereits des Öfteren totgesagt wurde und sich ihr Gründer in der Botschaft von Ecuador in London vor einer Auslieferung an die Behörden versteckt, lenkt Mastercard nun als erster US-Finanzdienstleister ein und gibt die Spenden-Zahlungen an Wikileaks wieder frei. Die Organisation fordert jedoch auch weiterhin rund neun Milliarden isländische Kronen (umgerechnet rund 56 Millionen Euro) Schadenersatz für die Zahlungsblockade.

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Für die Verurteilung von Wikileaks hatten Mastercard, Visa und Co. in der Vergangenheit viel einstecken müssen. Im Rahmen der Operation Payback startete das Hacker-Kollektiv Anonymous von 2010 bis 2011 immer wieder Angriffe gegen die Unternehmen.

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