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Massenverhaftung: Behörden sprengen Betrügerring

25.07.2005 | 16:16 Uhr |

Einer der aktivsten kriminellen Ringe im Bereich "419“ beziehungsweise "Nigeria E-Mail“ soll ausgehoben worden sein.

Spanische Behörden haben Medienberichten zufolge über 300 Personen im Rahmen einer groß angelegten Polizei-Aktion festgenommen. Ausgehoben wurde einer der aktivsten kriminellen Ringe im Bereich "419" beziehungsweise "Nigeria E-Mail".

Bei der Aktion, die in Zusammenarbeit mit der US-Bundespolizei FBI durchgeführt wurde, führten die Behörden insgesamt 166 Hausdurchsuchungen durch. Dabei wurden 2000 Handys, knapp 330 PCs, 165 Fax-Geräte und über 200.000 Euro in bar sichergestellt.

Neben Lotterie-Betrug gehörten auch klassische Mail-Scams, bei denen Teilnehmern eine Provision versprochen wurde, wenn sie die Abwicklung von Spendengeldern übernehmen, zum "Repertoire" der Bande. Um an ihre Opfer zu kommen, sandte die Gruppe Millionen von Spam-Mails aus. Aber auch der Weg per klassischer Briefpost wurde genutzt.

Nach ersten Einschätzungen könnten bis zu 20.000 Menschen in 35 Ländern Opfer der kriminellen Machenschaften des Rings geworden sein. Die Schadenssumme bewegt sich dabei in Millionenhöhe. Der Betrügerring wurde anscheinend weltweit seit über zwei Jahren von Fahndern überwacht und gilt in seinem Umfang als beispielslos. Aufgrund der Anzahl an Verhaftungen und dem Umfang des sichergestellten Materials wird es aber wohl noch eine Weile dauern, bis das ganze Ausmaß der kriminellen Machenschaften offenbar wird.

Härte Gangart gegen Cyberkriminalität (PC-WELT Online, 20.07.2005)

Online-Betrüger zu Haftstrafen verurteilt (PC-WELT Online, 29.06.2005)

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