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Massenentlassung per SMS und Mail

03.06.2003 | 14:05 Uhr |

Sie haben Mail - mit einer Kündigung. So erging es kürzlich Mitarbeitern einer britischen Firma. Angeblich reichte das Firmenkapital nicht einmal mehr für das Porto für Kündigungsschreiben, weswegen die Mitarbeiter per SMS und Mail auf die Straße gesetzt wurden.

Sie haben Mail - mit einer Kündigung. So erging es kürzlich Mitarbeitern einer britischen Firma. Angeblich reichte das Firmenkapital nicht einmal mehr für das Porto für Kündigungsschreiben, weswegen die Mitarbeiter per SMS und Mail auf die Straße gesetzt wurden, wie Computerpartner berichtet.

So hat das auf Schadensersatzklagen spezialisierte britische Unternehmen The Accident Group (TAG) 2500 Arbeitnehmern kurzerhand gekündigt. In der Nachricht wurde die Betroffenen aufgefordert, eine Telefonnummer zu wählen, hinter der sich ein von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhousecoopers geschaltetes Tonband befand. Dort hieß es, wer seinen Job behalte, werde benachrichtigt, andernfalls dürfe man sich mit sofortiger Wirkung als entlassen betrachten.

Ferner wurde den Mitarbeitern in der Sprachnachricht mitgeteilt, dass sie auf das Maigehalt verzichten müssten und alles TAG-Eigentum wie Büroschlüssel und Firmenwagen abzugeben hätten. Statt der Forderung nachzukommen, haben nach einem Bericht der britischen Zeitung The Times aufgebrachte Ex-Mitarbeiter die Büros des Unternehmens in Manchester, Birmingham und Liverpool geplündert, um sich durch Mitnahme von Computern, Fotokopierern und Kaffeemaschinen ihren Lohnersatz sicherzustellen.

Das Unternehmen erklärte mittlerweile, man habe den Mitarbeitern auf diesem Weg kündigen müssen, da sich die Ereignisse überschlagen hätten und für persönliche Gespräche keine Zeit mehr geblieben wäre.

Microsofts Prozessakten zu Klopapier verarbeitet (PC-WELT Online, 26.05.2003)

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