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Sind die Antivirushersteller bereit für Windows 8?

25.10.2012 | 18:55 Uhr |

Seit der letzten Woche haben weitere Antivirusprogramme den Testparcours bei AV-Test durchlaufen und ihre Tauglichkeit für Win8 unter Beweis gestellt. Einige Lücken klaffen jedoch noch immer im Angebot, vor allem bei den Unternehmenslösungen.

Das Magdeburger Testinstitut AV-Test hat in diesem Monat Antivirusprogramme auf den Prüfstand gestellt, um festzustellen, welche Lösungen bereits für das neue Windows 8 geeignet sind. Dazu haben die Magdeburger die gleichen Testverfahren eingesetzt wie sonst, jedoch mit einer stark reduzierten Anzahl an Schädlingen. In der heute aktualisierten Liste der erfolgreich getesteten Produkte fehlt vor allem ein Name: Avira. Aber auch CheckPoint, Lavasoft und PC-Tools sind offenbar noch nicht soweit.

Seit der ersten Fassung der Testliste sind im Laufe der letzten sieben Tage noch etliche Produkte hinzu gekommen. So sind nun etwa auch Avast, Bitdefender, Dr. Web und Emsisoft mit mindestens einem Antivirusprogramm und einer Security-Suite vertreten. Microsoft Security Essentails fehlt in der Liste, weil es unter dem Namen Windows Defender bereits serienmäßig in Windows 8 enthalten ist. Der Windows Defender in Windows 7 und früheren Versionen ist nur eine stark abgemagerte Fassung.

Bei den Unternehmenslösungen fehlen hingegen weiterhin etliche große Namen. Die aktuelle Liste umfasst ganze sechs Produkte der Hersteller Commtouch, Dr.Web, Fortinet, Norman, Sophos und Webroot. Microsoft fehlt auch hier – allerdings in diesem Fall, weil Microsoft es bislang nicht geschafft hat seine Produkte zum Test einzureichen.

AV-Test betont, dass es bei den durchgeführten Tests nicht um einen umfassenden Produktvergleich ging. Vielmehr sollte nur geprüft werden, ob die Schutzlösungen unter Windows 8 ihren Zweck zumindest so erfüllen, wie das nach Tests unter früheren Windows-Versionen zu erwarten ist. Der erste zweimonatige Zertifizierungstest unter Windows 8 soll Anfang 2013 starten – bis dahin werden wohl auch die derzeit noch fehlenden Hersteller einsatzfähige Lösungen am Start haben.

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