16.07.2012, 17:08

Denise Bergert

Marktforscher

Ultrabooks sind schlichtweg zu teuer

©Apple

Intel wird das selbst gesteckte Ziel von 40 Prozent Marktanteil im Bereich der Ultrabooks in diesem Jahr voraussichtlich nicht erreichen.
Neben Tablet-PCs zählen auch Ultrabooks zu den aktuellen Technik-Trends. Dabei ist zwischen den Elektronik-Herstellern ein regelrechter Krieg um die Gunst der Kunden entbrannt. So buhlt beispielsweise Intel mit einer massiven Werbekampagne für seine ultraflachen Notebooks. Die Endverbraucher scheint das jedoch kalt zu lassen, denn wie Jay Chou, Marktforscher bei IDC, heute bestätigt, wird das Unternehmen seine selbst gesteckten Ziele für 2012 voraussichtlich weit verfehlen.
So geht die Branche in diesem Jahr von 225 Millionen verkauften Notebooks weltweit aus. Intel hatte sich mit seinen Geräten einen Marktanteil von 40 Prozent erhofft, kann in diesem Jahr aber voraussichtlich lediglich eine Million Ultrabooks absetzen. Daraus ergibt sich ein verschwindend geringer Marktanteil von 0,4 Prozent.
Wie Chou gegenüber dem Technik-Magazin Cnet bestätigt, seien die erhältlichen Ultrabook-Modelle schlichtweg zu teuer. Erst wenn mehr Hersteller unter die 700-Dollar-Grenze gehen, sieht der Marktforscher Chancen auf steigende Verkaufszahlen. Auch der Start von Windows 8 im Herbst könne daran nichts ändern.
Die einzige Ausnahme im Bereich der Ultrabooks bilde Apples MacBook Air. Die Absatzzahlen konnten hier von 2,75 auf 2,8 Millionen Einheiten minimal zulegen. Laut Chou verkaufe Apple seine Geräte vor allem mit dem Design, der relativ hohe Preis spiele dabei eine eher untergeordnete Rolle.
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