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Blu-ray-Boom erst nach 2009

28.04.2008 | 14:31 Uhr |

Citigroup verzeichnet seit 2007 sinkende Einnahmen bei den Verkäufen von DVD-Filmen. Parallel berichtet Bernstein Research vom derzeit schleppenden Blu-ray-Geschäft.

Laut einem Artikel der amerikanischen Tageszeitung Washington Post legt der Blu-ray-Markt nur zaghaft zu. Zwar kletterte der Marktanteil unter den HD-Formaten nach dem Ende der HD-DVD von 63 Prozent im Dezember auf 81 Prozent im März, doch im Vergleich zur DVD werden deutlich zu wenig Blu-ray-Filme verkauft, als erwartet. Citigroup-Analyst Jason Bazinet beziffert den Höhepunkt der DVD-Film-Verkäufe auf 25 Milliarden US-Dollar in 2006. Im Folgejahr sanken die Einnahmen auf 23,1 Milliarden US-Dollar. Kommendes Jahr werde ein weiterer Rückgang auf 21,4 Milliarden US-Dollar erwartet. Preissenkungen durch die Filmbranche sollen jetzt die Nachfrage wieder ankurbeln.

Die Marktforscher von Bernstein Research berichten von einer zurückhaltenden Nachfrage an Blu-ray-Filmen. So standen Ende 2007 erst in 3,5 Millionen US-Haushalten ein Blu-ray-Player. Pro Haushalt kamen im Schnitt 2 Blu-ray-Filme. Zum Vergleich: Zur Einführung der der DVD besaß jeder Haushalt 30 DVDs. Laut Michael Nathanson überrascht die Kaufzurückhaltung nicht, da der Mehrwert bei Blu-ray-Medien von der US-Bevölkerung derzeit noch nicht erkannt werde. Größte Wachstumsbremse sieht der Analyst im Preisniveau: Erst wenn Blu-ray-Player für weniger als 200 US-Dollar zu haben sind, komme der Massenmarkt in Fahrt. Damit sei aber nicht vor Ende 2009 zu rechnen.

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