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Samsung bedroht Nokia in Europa

Der Handy-Markt in Deutschland und Europa wird neu aufgeteilt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), über die das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Printausgabe berichtet. Ein Verlierer in Deutschland ist der Marktführer Nokia, die Gewinner sind die koreanischen Unternehmen Samsung und LG.

Doch die größten Verluste verzeichnet Motorola, dessen Marktanteil in Deutschland innerhalb eines Jahres von 12 Prozent auf 4 Prozent einbrach. Die Verluste von Nokia sind nicht dramatisch, aber deutlich. Mit 34 Prozent blieb das finnische Unternehmen auch im ersten Quartal 2009 der Marktführer. Doch vor einem Jahr lag sein Anteil am Gesamtmarkt noch bei 37 Prozent, im Jahr 2007 waren es sogar 44 Prozent.

Sony Ericsson konnte sich von 25 auf 26 Prozent steigern, die großen Gewinner sind aber die koreanischen Hersteller LG und Samsung: LG stieg von zwei auf sieben Prozent, Samsung von 18 auf 24 Prozent. Samsung liegt in Deutschland also weiterhin hinter Nokia und Sony Ericsson. Der Hersteller arbeitet sich aber an seine schärfsten Konkurrenten heran und hat gute Chancen, sie demnächst zu überholen. Deutlich wird dies vor allem, wenn man den Blick nicht auf Deutschland begrenzt, sondern den europäischen Markt betrachtet.

Denn als zweitgrößter Handyhersteller der Welt erreicht Samsung nicht nur einen globalen Marktanteil von 20 Prozent. Der Hersteller führt auch die Top Ten der meistverkauften Handys in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Italien und den Niederlanden an. In Russland, Italien und den Niederlanden hat Samsung bereits einen Marktanteil von über 30 Prozent. Vor allem die Touchscreen-Handys verkaufen sich sehr gut.

Allein von seinem Style-Handy F480 hat der Hersteller weltweit mehr als fünf Millionen verkauft. Das starke Wachstum verdankt Samsung einer aggressiven Preispolitik und einer breiten Modellpalette, die vom Highend-Smartphone bis zum Billig-Handy alles abdeckt. Außerdem hat der Hersteller mit seinen Touchscreen-Modellen den Nerv der Zeit getroffen und unterhält gute Beziehungen zu allen großen Netzbetreibern.

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