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Markt für MP3-Player boomt (noch)

26.10.2006 | 14:16 Uhr |

Der Markt für MP3-Player ist weiter im Aufwind. Für das Jahr 2006 rechnet der Branchenverband Bitkom mit 36 Millionen verkauften Playern in Westeuropa. Dennoch zeichnet sich ein sich abschwächendes Wachstum ab.

Noch wächst der Markt für MP3-Player in Westeuropa, das Wachstum lässt jedoch bereits spürbar nach. Dies geht aus Datenmaterial des Branchenverbandes Bitkom hervor. Demnach schätzt der Verband, dass in diesem Jahr in Westeuropa 36 Millionen MP3-Player verkauft werden, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 21 Prozent. Auch der Umsatz legt auf 3,7 Milliarden Euro zu (plus 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). In den Zahlen enthalten sind laut Bitkom ausschließlich reine MP3-Player, Handys mit MP3-Funktion fehlen somit. Ob letztgenannte Geräte aber auch tatsächlich in Konkurrenz zu reinrassigen Playern treten werden, darf zumindest für den deutschsprachigen Raum derzeit bezweifelt werden, wie eine Untersuchung von TNS Infratest ergab ( wir berichteten ). Demnach werden diese Funktionen in Handys oder PDAs kaum genutzt.

Im Ländervergleich führt England das Feld an. Bitkom rechnet für das Königreich mit 10,5 Millionen verkauften Playern und einem Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Auf dem zweiten Platz folgt Deutschland. 7,7 Millionen Player sollen allein hierzulande in diesem Jahr über die Theke gehen, was einem Anteil von etwa 20 Prozent des westeuropäischen Gesamtvolumens entspricht. Der Umsatz soll laut Verband bei 640 Millionen Euro liegen. Platz drei geht an Frankreich, hier sollen 6,1 Millionen Geräte verkauft und ein Umsatz von 513 Millionen Euro generiert worden sein.

Auch die Musikindustrie profitiert laut Verband von der Popularität der handlichen Player/MP3-Handys. Demnach erzielte die Industrie im ersten Halbjahr 2006 mit 11,71 Millionen MP3-Downloads in Deutschland einen Umsatz in Höhe von 21,2 Millionen Euro - ein neues Allzeithoch. Dabei sank der durchschnittliche Preis pro Song von 1,89 Euro im Vorjahr auf 1,79 Euro. Alben-Downloads wurden dabei als einzelner Download gezählt.

Der Vergleich der aktuellen Daten mit dem Zeitraum 2004/2005 zeigt jedoch, dass der Markt sich langsam aber sicher der Sättigung nähert. So stiegen die Verkaufszahlen von 2004 auf 2005 um 2113 Prozent (30,7 Millionen Stück), der Umsatz legte im selben Zeitraum um 146 Prozent zu (3,2 Milliarden Euro).

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