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Videospielindustrie wieder im Aufwind

18.04.2010 | 14:11 Uhr |

Die zuletzt etwas ins Straucheln geratene Videospielindustrie darf wieder durchatmen. Nachdem das vergangene Jahr vor allem für den US-Markt eher nüchtern ausgefallen war, geht es nun laut aktuellen Zahlen der NPD Group wieder bergauf.

Im März verzeichnete die Videospielbranche in den USA ein Plus sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr - das drittbeste Monatsergebnis außerhalb der Weihnachtssaison. Im Januar und Februar hatte der Markt noch Verluste verbucht. Allerdings zog sich der Aufschwung im März nicht durch alle Segmente gleichermaßen. Während die Umsätze bei Videospielsoftware und Zubehör deutlich zulegten, fielen die Hardware-Verkäufe enttäuschend aus.

Im März machten die US-Videospielverkäufe insgesamt 1,52 Mrd. Dollar aus. Die Softwareverkäufe brachten 875,3 Mio. Dollar - ein Plus von zehn Prozent gegenüber März 2009. Die Hardwareverkäufe sanken allerdings um vier Prozent auf 457,1 Mio. Dollar. Grund dafür könnten unter anderem die deutlich gesenkten Konsolenpreise sein, glauben NPD-Analysten. Das habe die Einnahmen insgesamt nach unten gedrückt. Nintendo dominierte wie meistens die Hardwareverkäufe. Die Wii verkaufte 557.500 Einheiten, während Microsofts Xbox auf 338.400 und Sonys PS3 auf 313.900 Einheiten kamen. Nintendos Handheld-Reihe DS verkaufte sich insgesamt mit 700.000 Einheiten am häufigsten.

Auch der deutsche Videospielmarkt rutschte vergangenes Jahr leicht ins Minus, wenngleich die Zahlen deutlich erfreulicher ausfielen als in den USA. Für das laufende Jahr erwartet der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU)http://www.biu-online.de aber ebenfalls wieder einen Aufwärtstrend. Für das erste Halbjahr 2010 gehe man von einem Umsatzplus von bis zu fünf Prozent aus, so BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters gegenüber pressetext. Damit läge der deutsche Markt in etwa im selben Wachstumsbereich wie aktuell der US-Markt.

(pte)

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