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Games nicht entscheidend für Konsolenkauf

24.05.2010 | 14:38 Uhr |

Einzelne Games tragen nur wenig als Motiv zum Kauf einer Spielekonsole bei. Ein bestimmter Games-Titel wird laut einer aktuellen Umfrage von Nielsen nur selten als Kaufanreiz von den Konsumenten genannt.

Die Spiele stehen in der Liste der zehn häufigsten Motive an letzter Stelle. Die Entscheidungen werden vielmehr von einzelnen Funktionen der Geräte abhängig gemacht. So zeigt sich bei PS3-Kaufmotiven, dass die Blu-ray-Fähigkeit an erster Stelle steht. Platz zwei belegen Preisfragen bzw. eine kürzliche Kostenreduktion der Konsole, die diese erschwinglicher für den Nutzer macht. Auf Rang drei findet sich das gesamte verfügbar Spieleangebot für eine Konsole. Insgesamt schlagen sich langfristig wirksame Dinge, wie technische Details, eher nieder als der kurzfristige Wunsch nach einem bestimmten Game.

Nielsen testete in der Studie zum Beispiel den exklusiven PS3-Titel "God of War III". Dabei zeigte sich zwar, dass das Game ein wenig Einfluss auf die Konsolen-Kaufentscheidungen hatte, allerdings weit geringer als erwartet. Bei den Befragten punkteten vielmehr die Funktionalitäten der Konsole sowie neue Angebote wie das vernetzte Online-Gaming. 49 Prozent sagten, das sie vor allem an neuen Multimediafunktionen interessiert sind. Das lässt auch darauf schließen, das Konsolen wie die PS3 heute für Käufer weit mehr als nur eine Gaming-Plattform sind. 50 Prozent legen laut der Umfrage Wert auf die Onlinefähigkeit der Konsole. Sony hat sich in der Vergangenheit sehr darum bemüht, die PS3 als mehr als eine reine Spielekonsole zu vermarkten und zu positionieren. Diese scheint offenbar aufgegangen zu sein.

Generell hatte die Videospielbranche im vergangenen Jahr zu kämpfen. Unter anderem wurden auch weniger Konsolen verkauft. Das zeigten auch die Jahreszahlen vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), wonach 2009 rund 4,3 Mio. Konsolen in Deutschland verkauft wurden. 2008 waren es 4,6 Mio. Für das laufende Jahr, wenngleich die Krise in der Gamesbranche international noch nicht überwunden scheint, wird jedoch eine allgemeine Erholung erwartet, wie auch BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters gegenüber pressetext bestätigte.

(pte)

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