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Nintendo-Chef verzichtet auf die Hälfte seines Gehalts

01.08.2011 | 18:36 Uhr |

Die Verkäufe des Handhelds Nintendo 3DS bleiben hinter den Erwartungen zurück und der Aktienkurs des japanischen Unternehmens befindet sich im freien Fall. CEO Satoru Iwata zieht nun die Konsequenzen.

Mit der neuen Hosentaschen-Konsole Nintendo 3DS konnte der japanische Konzern bei weitem nicht an die Erfolge des DS sowie der Wii-Konsole anknüpfen. Die Verkaufszahlen des Handhelds blieben weit hinter den Erwartungen zurück, was sich deutlich auf die aktuellen Geschäftsergebnisse ausgewirkt hat. Im vergangenen Quartal schrumpften die Nintendo-Umsätze um rund acht Millionen Euro.

Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, kündigte Nintendo in der vergangenen Woche eine Preissenkung für den 3DS an. In Deutschland wird die mobile Spielkonsole dabei um rund ein Drittel billiger. Der Aktienmarkt nahm diese Entscheidung jedoch sehr argwöhnisch auf und Nintendo wurde mit einem Kurseinbruch von 21 Prozent abgestraft.

Konzern-Chef Satoru Iwata äußerte sich nun im Rahmen einer Investoren-Konferenz in Kalifornien zum Vertrauensverlust. Laut Iwata werde die Unternehmensführung für die Marketing-Fehler einstehen. Der CEO verzichtet dabei selbst auf die Hälfte seines Jahresgehalts. Der Vorstand und die Manager-Ebene müssen mit zwanzig bis dreißig Prozent weniger rechnen. Sonderlich schmerzhaft dürfte sich die Kürzung jedoch nicht auf Iwatas Geldbeutel auswirken. Allein im vergangenen Jahr konnte der Nintendo-Boss 1,8 Millionen US-Dollar an Bonuszahlungen einstreichen.

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