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Familien-Betriebe vernachlässigen Eigenwerbung

20.10.2008 | 11:42 Uhr |

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat eine Studie veröffentlicht, die die "wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen" untersucht. Das Fazit: Familien-Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, doch sie reden viel zu wenig über ihre guten Taten.

Auch wenn in den Medien meist die großen Aktiengesellschaften im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen: Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind Familienbetriebe. 93 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind eigentümergeführte Familienunternehmen. Sie beschäftigen rund 57 Prozent aller Arbeitnehmer und erzielen fast die Hälfte des Umsatzes aller Unternehmen, wie das Mittelstandswiki berichtet.

Familien-Unternehmen sind für Deutschland aber nicht nur wirtschaftlich ungemein wichtig, sie stabilisieren darüber hinaus auch die Gesellschaft der Bundesrepublik. Denn viele Familienbetriebe sind - im Unterschied zu den Shareholder-Value-getriebenen Großkonzernen - eng mit ihrer Region verbunden. Sie engagieren sich in ihrer Region sozial, ökologisch und auch im Bereich der Sportvereine und bilden damit eine Stütze der Gesellschaft.

Paradox daran ist aber: Im Unterschied zu den in Sachen Medien-Präsentation meist (zu) sehr engagierten Großunternehmen reden die Familienbetriebe oft nur wenig über ihr Engagement und nutzen es somit zu wenig für ihr Marketing. Bundeswirtschaftsminister Glos forderte die Familienbetriebe deshalb auf, sie “sollten ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Vielmehr sollte das Motto gelten: Tue Gutes und rede darüber.”

Die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium können Sie sich als Kurzfassung im PDF-Format hier herunterladen.

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