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Marissa Mayer verbietet Heimarbeit bei Yahoo

26.02.2013 | 15:31 Uhr |

Marissa Mayer will den angeschlagenen Internet-Pionier Yahoo! auf Vordermann bringen. Und hat erst einmal die Heimarbeit verboten. Alle Mitarbeiter müssen nun im Unternehmen zur Arbeit antreten oder kündigen. Das sorgt für Unmut.

Yahoo! ist einer der Pioniere des Internets. Und ist wie so viele dieser Pioniere wirtschaftlich angeschlagen, das Unternehmen hat noch immer nicht die richtige Erfolgsspur gefunden. Marissa Mayer, die seit letztem Jahr Yahoo! als CEO leitet, hält es für nötig, dass für den gemeinsamen Erfolg alle Mitarbeiter zusammen im Unternehmen arbeiten. Und nicht zu Hause oder am Strand.
 
Mayer hat deshalb angeordnet, dass alle Yahoo!-Mitarbeiter, die bisher einen Heimarbeitsplatz haben, wieder in ihr Büro zurückkehren müssen. Und zwar ab Juni 2013: Dann endet für alle Betroffenen die Möglichkeit, zu Hause via Telearbeitsplatz arbeiten zu können. Wer dazu nicht bereit sei, muss das Unternehmen verlassen.
 
Mayer begründet das damit, dass die Kommunikation und die Zusammenarbeit sehr wichtig seien und man deshalb Seite an Seite arbeiten müsse, wie sie in einer Mail an die Yahoo!-Mitarbeiter schrieb. Die besten Ideen entstünden bei Gesprächen in der Cafeteria oder auf den Fluren, meint Marissa Mayer.

Marissa Mayer liegt mit ihrer Entscheidung jedoch nicht im Trend, ganz im Gegenteil. Viele Unternehmen forcieren derzeit die Heimarbeit. Damit die Mitarbeiter nicht so viel Zeit mit der Fahrt zur Arbeit verlieren. Zudem sparen die Unternehmen Mietkosten für die Büros. Und gelten Heimarbeit und Telearbeitsplatz doch als ideal für eine gelungene Work-Life-Balance. Das sehen wohl auch viele der betroffenen Yahoo!-Mitarbeiter so – und rumoren hinter vorgehaltener Hand gegen die Anweisung, wie AllThingsdigital (der Blog des Wall Street Journals) berichtet.

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