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Mann behauptet: "Hälfte von Facebook gehört mir"

21.04.2015 | 10:22 Uhr |

Paul Ceglia behauptet seit Jahren, die Hälfte von Facebook gehöre ihm. Ein Gericht wies seine Klage nun erneut ab.

Ein US-Berufungsgericht in New York hat am Montag eine Klage von Paul Ceglia abgewiesen. Ceglia behauptet seit Jahren, ihm gehöre die Hälfte von Facebook. Das soziale Netzwerk hat laut aktuellem Börsenkurs einen Wert von knapp über 230 Milliarden US-Dollar (220 Milliarden Euro).

Ceglia hatte die Klage gegen Facebook und den Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Jahre 2010 eingereicht. Dabei geht es um einen Arbeitsvertrag aus dem Jahre 2003, den Mark Zuckerberg unterschrieben haben soll, um für Ceglia etwas zu programmieren. Laut Ceglia soll es beim Vertrag um den ersten Programmcode für das spätere Facebook (damals noch thefacebook.com) gegangen sei. Mark Zuckerberg hatte allerdings bereits 2010 Belege vorgelegt, dass es dabei um Programmcode für einen Online-Dienst namens Streetfax.com ging, den er auch seinerzeit geliefert hatte. 

Ein Bundesgericht hatte im vergangenen Jahr die Klage über die Eigentumsrechte an Facebook abgelehnt. Dagegen war Ceglia dann in die Berufung gegangen. Das Berufungsgericht bestätigte nun das Urteil und bezeichnete den von Ceglia vorgelegten Vertrag als Fälschung. Die Argumente von Ceglia bezeichnete das Gericht auch als "wertlos". Außerdem habe Ceglia wiederholt gegenüber dem Justizsystem seine Missachtung zum Ausdruck gebracht.

Ceglia sei nicht in der Lage gewesen, den Original-Vertrag über die angebliche Programmierarbeit von Zuckerberg an Facebook vorzulegen. Stattdessen habe er nur Dokumente vorgelegt, bei denen es sich wohl um Fälschungen handelt. Außerdem sei der Original-Streetfax-Vertrag entdeckt worden, der von Ceglia und Zuckerberg unterzeichnet worden war und wodurch Ceglia als Lügner überführt wurde.

Eine Facebook-Sprecherin begrüßte die Entscheidung des Gerichts mit den Worten: "Wir sind hoch erfreut, dass die Wahrheit sich durchgesetzt hat."

Unbekannt ist, wo sich Ceglia derzeit mit seiner Familie aufhält. Aufgrund des Verfahrens war er auf Kaution in Freiheit. Im März 2015 hatte er aber das elektronische Überwachungsarmband abgeschnitten und ist seitdem untergetaucht.

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