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Bots unterwandern Online-Dienste

03.06.2010 | 16:29 Uhr |

Mit Hilfe von Botnets unterminieren Online-Kriminelle die Reputationssysteme von Auktionsplattformen und sammeln Unternehmensdaten aus Jobbörsen und anderen Websites.

Botnets sind inzwischen zu einer Allzweckwaffe der Online-Kriminalität geworden. Dienten sie bislang meist zum Versenden von Spam und für DoS-Angriffe, werden sie inzwischen auch eingesetzt, um Online-Dienste verschiedener Art zu unterwandern. Die Bots registrieren massenhaft Benutzerkonten, die durch ihre Anzahl kriminelle Handlungen ermöglichen.

So können die Täter etwa einem kleinen Händler gegen Gebühr eine größere Zahl positiver Bewertungen verschaffen. Spielt der nicht mit, ziehen die Täter eine andere Karte und drohen mit negativen Bewertungen, falls er nicht zahlt. Das ist die aktuelle Web-2.0-Variante der Schutzgelderpressung.

Die Bots können auch die Angebote und Gesuche auf Jobbörsen und anderen Plattformen durchforsten, um interessante Unternehmensdaten abzugreifen. Die gesammelten Daten verkaufen die Täter dann an die jeweiligen Mitbewerber weiter oder an jemanden, der eine konkurrierende Plattform betreibt oder eröffnen will.

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