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Hacker schalten Uncut-Version des Skandal-Spiels frei

04.11.2007 | 13:54 Uhr |

Nachdem das umstrittene Videospiel „Manhunt 2“ nach der zweiten Prüfung des ESRB (Entertainment Software Rating Board) ein M-Rating (ab 17) in den USA ergattern konnte, sorgt der Titel weiterhin für Aufsehen. Bereits einen Tag nach der Veröffentlichung des Spiels ist es russischen Hackern gelungen, eine ungeschnittene Version für Sonys PlayStation Portable freizuschalten.

Mit wenigen Handgriffen kommen Besitzer einer modifizierten PSP so in den „Genuss“ von ursprünglich gekürzten Gewaltszenen. Laut Aussagen des Entwicklerstudios Rockstar Games schaltet diese Modifikation jedoch bei weitem nicht alle Inhalte frei, die wegen einer angemessenen Jugendfreigabe weichen mussten. Aufgrund des illegalen Patches wurde das Spiel nun erneut einer ESRB -Prüfung unterzogen und kann nach jüngsten Meldungen die bereits erhaltene „Mature“-Einstufung behalten. Das nächst höhere „Adult“-Rating (ab 18) wäre einem Verkaufsverbot gleichgekommen, da sich viele der großen US-Kaufhausketten weigern, Titel mit einer „A“-Kennzeichnung in ihr Sortiment aufzunehmen.

Bei der englischen Prüfstelle BBFC (British Board of Film Classification) hatte „Manhunt 2“ hingegen nicht so viel Glück. Auch nach der zweiten Prüfung der etwas entschärften Version hat das Spiel für England keine Alterskennzeichnung erhalten. Während der hierzulande indizierte und beschlagnahmte Vorgänger auf der grünen Insel noch eine „ab 18“-Freigabe erhalten hatte, wurde der Nachfolger mit der Begründung „für die Öffentlichkeit nicht akzeptabel“ abgelehnt.

Da sich dieser Meinung inzwischen auch Australien, Irland und Italien angeschlossen haben, ist es wohl sehr unwahrscheinlich, dass deutsche Wii-, PlayStation 2- und PlayStation Portable-Besitzer den Titel in den hiesigen Händlerregalen finden werden.

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