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Malware greift Kreditkartendaten über Tor-Netzwerk ab

31.01.2014 | 18:09 Uhr |

Die Schadsoftware ChewBacca nutzt das Tor-Netzwerk, um unbemerkt Kreditkartendaten zu übertragen.

Schon Ende 2013 warnte das Sicherheitsunternehmen Kaspersky vor einem Schädling namens ChewBacca , der Eingaben am PC überwacht, um darin Kreditkartendaten aufzustöbern. Auch RSA hat die Malware nun aufgespürt, sie würde bei Einzelhändlern in elf Ländern, darunter USA, Russland, Kanada oder Australien, versteckt arbeiten.

Die in Free-Pascal geschriebene Schadsoftware tarnt sich in Windows als Drucker-Spooler. Durch ihre Platzierung im Start-Ordner wird sie automatisch beim Hochfahren des Betriebssystems aktiviert. Danach überwacht ChewBacca unbemerkt im Hintergrund alle Tastatureingaben und schickt diese gesammelt über einen integrierten Tor-Client an einen Server der Hacker.

Kaspersky empfiehlt als Gegenmaßnahme eine Verschlüsselung der Daten. Damit seien die Kreditkartenunternehmen und deren Zahlungsdienstleister in der Pflicht.

Sicherheit: NSA will Tor-Netzwerk knacken

Das Tor-Netzwerk ist eigentlich zum anonymen Surfen im Internet gedacht. Doch auch Malware-Programme nutzen das System, um ihre Spuren zu verwischen. Die Server der Hacker lassen sich durch Tor hindurch nur schwer aufspüren.

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