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Gefälschte LinkedIn-Profile locken mit Promi-Fotos

08.01.2009 | 15:56 Uhr |

Online-Kriminelle haben im sozialen Netzwerk LinkedIn falsche Profile mit prominenten Namen erstellt. Wer diese Profile aufruft, läuft Gefahr seinen Rechner mit einem Trojanischen Pferd zu verseuchen.

Soziale Netzwerke werden als Vehikel für Malware immer beliebter. In dieser Woche sind auf LinkedIn gefälschte Profile aufgetaucht, die Namen prominenter Zeitgenossen wie Beyoncé Knowles, Shakira, Victoria Beckham oder Hulk Hogan tragen. Sie sollen mit angeblichen Nacktfotos oder gar -videos der Prominenten potenzielle Opfer auf präparierte Web-Seiten außerhalb von LinkedIn locken. Die verknüpften Seiten leiten dann auf andere Websites weiter, auf denen der Download eines Trojanischen Pferds wartet.

Der Antivirushersteller Avira warnt vor dem Besuch dieser falschen Profile und dem Anklicken der darin enthaltenen Links. Der Rechner kann mit mit einem von Avira als " TR/Dldr.Renos.CH " bezeichneten Trojanischen Pferd verseucht werden, der mehrere weitere Schädlinge aus dem Internet herunter lädt.

Auch Micha Pekrul von McAfee warnt im Avert Labs Blog vor dem Besuch solcher Köderseiten. Er beschreibt auch einige technische Details, etwa den verschleierten Javascript-Code in den aufgerufenen Seiten. Letztlich landen Besucher auf Seiten, die ihnen entweder einen vorgeblich fehlenden Video-Codec oder ein betrügerisches Antivirusprogramm aufnötigen sollen.

Wie Macky Cruz im Trend Micro Malware Blog berichtet, benutzen die Täter LinkedIn-Profile, die bereits früher registriert wurden. Mit solchen Profilen werde im Untergrund ein reger Handel getrieben.

Allerdings haben die Betreiber von LinkedIn inzwischen die meisten dieser Profile gelöscht. Eine Google-Suche liefert zwar noch eine Reihe von Treffern für prominente Namen, aber die meisten der dabei gefundenen LinkedIn-Profile existieren bereits nicht mehr. Sind sie noch aufrufbar, funktionieren die enthaltenen Links oft nicht mehr.

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