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Malware nimmt mobile Endgeräte ins Visier

21.12.2005 | 12:44 Uhr |

Im Jahr 2006 wird die Zahl der auf mobile Endgeräte angesetzte Schädlinge zunehmen. Da nur ein geringer Prozentsatz der Nutzer mobiler Endgeräte Sicherheitssoftware laufen haben, könnte es dabei zu erheblichen Schäden kommen. Zu dieser Einschätzung kommen die Sicherheitsspezialisten von Mcafee Inc.

Die Sicherheitsspezialisten von Mcafee prophezeien Nutzern von mobilen Endgeräten düstere Zeiten für das Jahr 2006. Und auch für PC-Nutzer hat das Unternehmen einige Warnungen parat.

Die Zahl der auf mobile Endgeräte angesetzte Schädlinge steigt schnell, so Mcafee Avert Labs. Sie wächst beinahe um das zehnfache schneller als die Zahl der Schädlinge auf PCs (gemessen anhand eines einjährigen Vergleichszeitraums).

Von den "Mobile Viruses" geht dabei eine größere Bedrohung aus als von PC-Viren, da sich die Malware aufgrund der sehr geringen Verbeitung von Antivirus-Software auf den mobilen Geräten schneller verbreiten kann als auf PCs und Notebooks. Besitzer mobiler Endgeräte siedeln die mögliche Bedrohung für ihre Geräte auch weitaus niedriger an als sie es für PCs tun. Dies könnte die Bedrohung durch mobile Attacken im Jahr 2006 verschlimmern, orakelt Mcafee.

Das Unternehmen, das gerade das zehnjährige Jubiläum seiner Labs feiert, hat auch schlechte Prognosen für PC- und Notebook-Nutzer auf Lager. Anwendern sollten demnach mit einem Anstieg bei den so genannten "Potentially Unwanted Programs" (PUPs), also Spy- und Adware, rechnen sowie von mehr Phishing-Attacken ausgehen.

Bereits für dieses Jahr haben die Sicherheitsspezialisten einen Steigerung von rund 40 Prozent bei den PUPs ausgemacht. Mcafee erwartet, dass dieser Trend im Jahr 2006 unvermindert anhält. Möglichkeiten, diesem Gefahrenherd entgegenzuwirken, gibt es allerdings auch: Das Unternehmen verweist dabei auf Gruppen aus der IT-Branche und Bundesbehörden, die 2005 damit begonnen haben, Jagd auf PUPs zu machen.

Was Phishing-Attacken angeht, erwartet Mcafee unter anderem, dass die Phisher ihr Repertoire an Methoden erweitern werden. Insbesondere die Bereitschaft der Menschen, anderen in Not geratenen zu helfen - wie beispielsweise nach dem Hurricane Katrina – könnten Phisher versuchen, stärker auszunutzen. Phisher werden vermutlich auch den Einsatz von Spionageprogrammen und Keyloggern verstärken.

Werden Handy-Würmer ab 2007 ein Problem? (PC-WELT Online, 23.06.2005)

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