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Windows mit 64-Bit sicherer als mit 32-Bit?

18.11.2009 | 15:18 Uhr |

Microsoft vertritt die Auffassung, die 64-Bit-Versionen von Windows seien gegenüber Malware-Befall resistenter als die 32-Bit-Versionen. Unabhängige Sicherheitsfachleute widersprechen dieser Darstellung jedoch.

Die Installation eines 64-Bit-Windows bringt Vor- und Nachteile mit sich. Zu den Vorteilen rechnet Microsoft neben der Möglichkeit mehr als 4 GB Arbeitsspeicher nutzen zu können auch einen besseren Schutz vor Schädlingsbefall. Die Statistik mag diese These unterstützen, doch Sicherheitsfachleute sehen diesen Vorteil als rein statistischen Effekt, tatsächlich brächten 32 Bit mehr nicht viel mehr Sicherheit.

Im Blog des Microsoft Malware Protection Center wirbt Joe Faulhaber für den Einsatz von 64-Bit-Versionen mit dem Argument, die Zahl der Malware-Infektionen sei deutlich geringer als bei den 32-Bit-Versionen von Windows. Zudem seien die 64-Bit-Fassungen mit Patchguard ausgestattet, das den Windows-Kern vor Manipulationen durch Schädlinge schütze. Echte 64-Bit-Malware sei bislang kaum zu finden, die Beispiele seien rar.

Faulhaber räumt jedoch ein, dass es auch für ein 64-Bit-Windows Gefahren gibt. Er führt zudem ein weiteres Feature der 64-Bit-Versionen als Argument an - WOW64. Die Abkürzung steht für "Windows On Windows 64" und meint die 32-Bit-Emulation, die den Einsatz von 32-Bit-Software auf einem 64-Bit-Windows ermöglicht.

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