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Conficker weiterhin an der Spitze

05.05.2009 | 15:31 Uhr |

Unter den ersten 20 der im April weit verbreiteten Schädlinge behauptet Conficker seinen Spitzenposition. Daneben fallen Script-Code für Browser-Exploits und Drive-by Downloads sowie ein Botnet-Virus auf.

Der russische Antivirushersteller Kaspersky Lab hat seine monatliche Rangliste der weit verbreiteten Schädlinge veröffentlicht. Die Zahl der gefundenen und von einander unterscheidbaren schädlichen Dateien ist in den letzten Monaten etwa gleich geblieben und liegt für April bei 45.000. Die Anteile von Viren (45 Prozent), Trojanischen Pferden (25 Prozent) und sonstiger Malware (30 Prozent) haben sich kaum gegeneinander verschoben - sie schwanken von Monat zu Monat um maximal fünf Prozentpunkte.

Die Daten, aus denen die Kaspersky-Ranglisten generiert werden, stammen aus dem Kaspersky Security Network (KSN). Rechner der Nutzer von Kaspersky-Software melden Malware-Funde und verdächtige Dateien, um den Schutz aller zu verbessern. Die erste Tabelle zeigt die 20 häufigsten Schädlinge, die im April auf diesen Computern entdeckt worden sind.

Im April hat Conficker (Alias: Kido, Downadup) seinen ersten Platz aus dem Vormonat gehalten, obwohl es um Conficker insgesamt recht ruhig geworden ist. Noch vor einigen Wochen gab es viel zu berichten - inzwischen hat sich die bislang letzte Version am 3. Mai in aller Stille selbst beerdigt, ohne dass bislang ein Nachfolger aufgetaucht wäre.

Hinter Spitzenreiter Kido/Conficker und dem Zweitplatzierten, dem Virus Sality.aa, hat es einige Bewegung gegeben. Auffällig sind zwei interessante Neueinsteiger. So hatte es Virut.ce bereits im Februar in der zweiten Tabelle weit nach oben geschafft und rückt nun auch in der ersten vor. Täglich tauchen neue Varianten des Schädlings auf. Das zeigt, dass die Programmierer ständig die Erkennung ihrer Machwerke durch Antivirus-Software beobachten und den Code leicht variieren, um ihr Botnet gekaperter Rechner weiter auszubauen.

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