44784

Hitliste der im Mai verbreiteten Schädlinge

03.06.2008 | 16:25 Uhr |

Die monatlichen Malware-Charts zeigen, dass immernoch alte Würmer grassieren, obwohl sie von praktisch allen Antivirus-Programmen erkannt werden. Die meisten der verseuchten Mails kommen aus den USA.

Der Antivirus-Hersteller Kaspersky Lab hat seine Malware-Charts für den Monat Mai veröffentlicht. Die Hitliste per Mail verbreiteter Schädlinge wird wie schon seit Jahren von alten Bekannten dominiert - von Würmern, die sich selbsttätig per Mail versenden. Allein die Wurm-Familie "Netsky" ist mit neun Varianten unter den ersten 20 vertreten. Die Online-Statistik hingegen liefert ein ganz anderes Bild - hier ist gegenüber dem Vormonat buchstäblich kein Stein auf dem anderen geblieben.

Die Verbreitung von Malware per Mail ist weitgehend aus der Mode gekommen, zumindest wenn es um die große Masse geht. Kleinere, regional begrenzte Malware-Kampagnen unterfliegen oft das weltweite Radar der Antivirus-Hersteller oder tauchen mangels Masse nicht in den Hitlisten auf. Die meisten der von Kaspersky Lab gefundenen Mails mit Malware im Anhang stammen aus den USA (22 Prozent), gefolgt von Polen (13 Prozent), Südkorea (8 Prozent), Spanien (6 Prozent) und China (5 Prozent). Deutschland liegt mit 3,5 Prozent hinter Frankreich (4 Prozent) auf Platz 7.

Bei der über das Web verbreiteten Malware hat sich der bisherige Spitzenreiter des Jahres, das Adware-Programm "Virtuomonde", komplett aus den Top 20 verabschiedet. Gleiches gilt für die Bagle-Würmer und eine Großfamilie von Dialern. Zwei in diesem Jahr bislang sehr aktive chinesische Malware-Familien, die Trojanischen Pferde "Hupigon" und "OnlineGames", sind ebenfalls aus den Top 20 verschwunden.

Dafür sind Schädlinge nachgerückt, die Dateien infizieren. Sie belegen mit zwei Varianten des Wurms "Allaple" die Plätze 3 und 4 sowie mit zwei "Virut"-Varianten die Ränge 2 und 10. Die Virut-Familie gilt als besonders tückisch, da sie auch dem Aufbau von Botnets dient. Insgesamt sind im Mai neun neue Schädlinge in die Spitzengruppe aufgerückt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
44784