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Die häufigsten Schädlinge im Dezember 2009

05.01.2010 | 16:58 Uhr |

Im Dezember 2009 hat Conficker weiterhin die Rangliste der verbreiteten Schädlinge dominiert. Conficker belegt die ersten drei Plätze bei den PC-Infektionen, obwohl in den letzten Monaten keine neuen Varianten mehr aufgetaucht sind.

Die Malware-Rangliste des Antivirusherstellers Kaspersky Lab ist seit längerer Zeit zweigeteilt. Mittlerweile haben die Virenspezialisten diese Unterteilung nachvollziehbarer gestaltet. Die erste Tabelle zeigt diejenigen Schädlinge, die für die meisten Infektionen auf den Rechnern der Anwender verantwortlich sind. Die zweite Tabelle führt die häufigsten aus dem Internet herunter geladenen Schädlinge auf.

Bei den PC-Infektionen führt Conficker (Alias: Kido, Downadup) seit Monaten die Rangliste an - inzwischen belegt er die Plätze 1 bis 3. Die drei platzierten Varianten sind für mehr als 600.000 infizierte Rechner verantwortlich. Sie breiten sich über mobile Datenträger wie USB-Sticks und auch über Netzwerkfreigaben aus. Neue Conficker-Varianten hat es schon seit Monaten nicht mehr gegeben.

Der einzige erwähnenswerte Neuzugang im Dezember ist GamezTar.a, der gleich auf Platz 6 einsteigt. Es handelt sich hierbei vordergründig um eine Browser-Toolbar, die schnellen Zugriff auf Online-Spiele verspricht. Doch im Hintergrund laufen ganz andere Aktivitäten, die mit der Web-Suche und besuchten Web-Seiten interagieren. Außerdem zeigt GamezTar.a Werbe-Popups an. Alle diese Aktivitäten werden durch die Nutzungsbedingungen (EULA) abgedeckt, die jeder beim Installieren (meist unbesehen) akzeptiert.

Auch in der Rangliste der häufigsten Malware-Downloads taucht GamezTar.a auf - hier sogar auf Platz 3. Den ersten Rang belegt weiterhin Gumblar, ein Trojanisches Pferd, das über gehackte legitime Websites verbreitet wird. Diese Websites werden so langsam wieder bereinigt, die Zahl der Gumblar-Downloads im Dezember ist im Vergleich zum Vormonat auf ein Viertel zurück gegangen.

Neue Entwicklungen sind kaum zu verzeichnen. Die Malware-Programmierer konzentrieren sich auf die Arten von Schädlingen, die das meiste Geld einbringen. Dazu zählen Passwortspione ebenso wie betrügerische Antivirusprogramme ("Scareware").

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