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Virenschreiber nutzen Lücken in beliebten Programmen

05.08.2010 | 16:37 Uhr |

Der Trend zur Ausnutzung von Sicherheitslücken in populärer Software, um Malware zu verbreiten, hat sich auch im Juli fortgesetzt. Unter den häufigsten Schädlingen im Internet sind etwa die Hälfte Exploits.

Der russische Antivirushersteller Kaspersky Lab hat seine monatliche Malware-Statistik veröffentlicht. In zwei Tabellen unterteilt Kaspersky Lab die aus seinem Netzwerk gewonnenen Daten in die am häufigsten auf Rechnern seiner Kunden entdeckten und die im Internet am weitesten verbreiteten Schädlinge des zurück liegenden Monats.

Die erst Rangliste zeigt in der oberen Hälfte kaum eine Veränderung gegenüber dem Vormonat , in dem Filesharer im Mittelpunkt des Interesses standen. Der höchste Neueinsteiger im Juli ist ein AutoIt-Wurm auf Platz 12. Er kann die Windows Firewall ausschalten oder weitere Schädlinge herunter laden und installieren. Insgesamt gibt es sechs neue Einträge.

In der zweiten Rangliste gibt es doppelt so viele Neueinsteiger - der höchste ist ein Schädling namens Pegel auf Rang 2. Er gehört einer seit Januar bekannten Malware-Familie. Die Hälfte der Schädlinge in dieser Tabelle versucht Sicherheitslücken in populären Programmen wie Windows, Adobe Reader oder Java auszunutzen, acht davon benutzt Exploit-Code für bekannte Schwachstellen. Die meisten anderen Einträge gehören zu Malware-Komponenten, die weitere Schädlinge nachladen und installieren.

Die gute Nachricht in diesem Monat ist, dass Gumblar (wieder einmal) von der Bildfläche verschwunden zu sein scheint - nur ist fraglich, für wie lange. Er ist schon mehrmals ab- und wieder aufgetaucht.

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