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Trojaner dominieren Malware-Landschaft

03.04.2009 | 12:33 Uhr |

Ein Drittel aller durch G Data im März registrierten Schadcode-Samples sind Trojaner. Gerade auch Kleinunternehmer, Freelancer und Home-Office-Arbeiter sollten sich dieser Gefahr bewusst sein.

Die Malware-Landschaft wurde im März deutlich von Trojanischen Pferden dominiert. Das belegen die aktuellen Zahlen der G Data Security Labs. Mit einem Anteil von 33 Prozent erzielten die trügerischen Schädlinge einen mehr als deutlichen Spitzenplatz innerhalb der monatlichen Schadcode-Top 5.

Auf dem zweiten Platz folgten mit knapp 26 Prozent Downloader, die weiteren Schadcode nachladen. Backdoors landen mit einem Anteil von 14 Prozent mit deutlichem Abstand auf Platz drei.

Insgesamt stellte G Data 113046 neue Malware-Typen fest. Die Zählung basiert auf Malware mit gleichen Code-Eigenschaften, so wie sie auch bei Signaturen erfolgt. G Data zählt und kategorisiert bei dieser Methodik nicht die einzelnen schädlichen Dateien, sondern zählt die Malware-Typen, durch die viele unterschiedliche Einzeldateien als gleiche Malware erkannt werden können. Malware-Samples werden anhand ihres Verbreitungsmechanismus und ihrer Schadfunktion kategorisiert. Die Zahlen zeigen, wie viele neue Malwaretypen in den zugehörigen Kategorien aufgetaucht sind.

So verteilt sich die Gefahr
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1. Trojan: 33 Prozent
Der Name Trojanisches Pferd ist angelehnt an das geschichtliche Vorbild und beschreibt ein Programm, das dem Anwender vorgibt, eine bestimmte und gewollte Funktion zu besitzen. Stattdessen oder zusätzlich dazu beinhalten Trojanische Pferde jedoch noch einen versteckten Programmteil, der unerwünschte und/oder schädliche Aktionen auf dem System ausführt, ohne dass der Benutzer dies bemerkt.

Trojanische Pferde haben keine eigene Verbreitungsroutine (im Gegensatz zu Viren oder Würmern). Sie werden per E-Mail verschickt oder lauern auf Webseiten oder in Tauschbörsen.

2. Downloader: 25,7 Prozent
Bei einem Downloader handelt es sich um Schadsoftware, die - wie der Name schon sagt - weitere Dateien aus dem Internet herunterlädt. Zuvor versuchen sie oft die Sicherheitseinstellungen des Systems zu reduzieren.

3. Backdoor: 14,2 Prozent
Backdoors öffnen eine Hintertür zum infizierten Rechner. So kann der Rechner von einem Angreifer fern gesteuert werden. Meist kann weitere Software installiert werden und der Rechner wird mit anderen Zombie-PCs in ein Botnetz integriert. Diese Zombies werden dann verwendet, um Spam zu verschicken, Daten zu stehlen, und verteilte Angriffe (distributed denial of service attacks) durchzuführen.

4. Spyware: 12,6 Prozent
Die Kategorie "Spyware" enthält Schadsoftware, deren Zweck darin besteht, persönliche Informationen vom System des Opfers zu stehlen. Dies beeinhaltet jegliche Art von persönlichen Daten, einschließlich Passwörtern, Bankdaten oder sogar Logins zu Online-Spielen.

5. Adware: 7,8 Prozent
Adware zeichnet die Aktivitäten und Prozesse auf einem Rechner, wie z. B. das Surfverhalten, auf. Bei passender Gelegenheit werden dann gezielte Werbebotschaften eingeblendet oder die Ergebnisse von Suchanfragen werden manipuliert, um das Opfer auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen und damit Geld zu verdienen. In den meisten Fällen erfolgt das ohne Wissen und Zustimmung durch den Nutzer.

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