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Schädlingsverbreitung nach Google Trends

02.10.2008 | 16:09 Uhr |

Malware-Spammer sind stets auf der Suche nach den besten Ködern, damit möglichst viele Empfänger auf die Links in ihren Mails klicken. Sie sollen jetzt auch Google Trends nutzen, um die heißesten Themen zu ermitteln.

Die richtige Themenauswahl ist auch für den Erfolg einer Malware-Kampagne wichtig. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, wenn Malware-Spammer Dienste wie Google Trends in Anspruch nehmen, um zu erfahren, welche Themen en vogue sind. Jedenfalls sind die Malware-Forscher des Sicherheitsunternehmens Webroot auf diesen Verhalten der Spam-Versender gestoßen.

Wie der Hersteller des Anti-Spyware-Produkts "Spy Sweeper" bei der Analyse von Untergrund-Websites festgestellt haben will, ermitteln die Malware-Spammer die attraktivsten Köder mit Hilfe von Google Trends. Sie fahnden nach den meist gesuchten Themen und verarbeiten so echte Schlagzeilen im Betreff ihrer Mails.

Die Mails enthalten meist einen Link zu einem Blog oder einer Website, wo neugierige Mail-Empfänger vorgeblich ein Video zum jeweiligen Thema anschauen können. Statt des Videos bekommen sie jedoch nur eine gefälschte Fehlermeldung zu sehen. Angeblich würde ein Video-Codec oder eine ActiveX-Komponente benötigt, um das Video anzeigen zu können.

Der Download des vermeintlichen Video-Codecs startet je nach Browser automatisch oder nach Bestätigung durch den Anwender. Es handelt sich dabei regelmäßig um Malware, die meist weitere Schädlinge aus dem Internet herunter lädt. Derzeit wird dabei oft ein betrügerisches Sicherheitsprogramm, so genannte Scareware installiert.

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