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Top 20 der Schädlinge im Dezember 2008

05.01.2009 | 16:33 Uhr |

Im letzten Monat des Jahres 2008 haben Trojanische Pferde gegenüber Dateiviren ein wenig Boden gut gemacht. Beide Malware-Arten liegen nun gleichauf. Insgesamt hat es im Dezember einen leichten Rückgang der Infektionszahlen gegeben.

Jeden Monat veröffentlicht der Antivirushersteller Kaspersky Lab die neuen Zahlen der Schädlinge, die durch das Kaspersky Security Network (KSN) registriert wurden. Die nun vorliegenden Erkenntnisse für den Dezember 2008 zeigen relativ wenig Veränderung gegenüber der Hitliste im November . Die Gesamtzahl der entdeckten Infektionen ist leicht zurück gegangen, es gab relativ wenig neue Schädlinge, die es in die Spitzengruppe geschafft haben.

Das KSN erhält Infektionsmeldungen von Rechnern, die durch Kaspersky Anti-Virus 2009 und Kaspersky Internet Security 2009 geschützt werden. Für die monatliche Statistik unterscheidet Kaspersky zwischen der Zahl der auf den Computern gefundenen Schädlinge (jeder zählt nur einmal pro PC) und den gefundenen infizierten Dateien. Die letztgenannte Tabelle wird naturgemäß von Viren dominiert, die vorhandene Dateien infizieren, denn dabei können leicht etliche tausend Dateien auf einem PC betroffen sein.

Position

Änderung

Name

1

0

Virus.Win32.Sality.aa

2

0

Packed.Win32.Krap.b

3

+2

Trojan-Downloader.Win32.VB.eql

4

0

Worm.Win32.AutoRun.dui

5

neu

Trojan.HTML.Agent.ai

6

-3

Trojan-Downloader.WMA.GetCodec.c

7

+10

Virus.Win32.Alman.b

8

+12

Trojan.Win32.AutoIt.ci

9

-2

Packed.Win32.Black.a

10

neu

Worm.Win32.AutoIt.ar

11

+3

Worm.Win32.Mabezat.b

12

+3

Worm.Win32.AutoRun.eee

13

neu

Trojan-Downloader.JS.Agent.czm

14

Wiedereinstieg

Trojan.Win32.Obfuscated.gen

15

+1

Email-Worm.Win32.Brontok.q

16

-3

Virus.Win32.VB.bu

17

-6

Trojan.Win32.Agent.abt

18

-8

Trojan-Downloader.JS.IstBar.cx

19

-1

Worm.VBS.Autorun.r

20

neu

Trojan-Downloader.WMA.GetCodec.r

Die erste Tabelle zeigt die unterscheidbaren Schädlinge, einschließlich Adware und potenziell unerwünschten Programmen, die vom KSN registriert worden sind. Hier haben sich die Spitzenreiter des Vormonats gehalten und auch sonst hat es nur wenig Bewegung gegeben. Hervorzuheben sind "Virus.Win32.Alman.b" und "Trojan.Win32.AutoIt.ci", die sich um 10 beziehungsweise 12 Plätze nach oben geschoben haben.

Auffällig ist außerdem der anhaltende Trend zu Schädlingen, die in der Script-Sprache "AutoIt" programmiert sind. Sie ist leicht erlernbar, bietet mächtige Funktionen und eignet sich neben der Automatisierung täglicher Routineaufgaben offenbar auch gut für Malware. Etliche der damit erstellten Würmer verbreiten sich über Wechseldatenträger wie etwa USB-Sticks und die AutoRun-Funktion von Windows.

Position

Änderung

Name

1

+1

Virus.Win32.Sality.aa

2

-1

Worm.Win32.Mabezat.b

3

+1

Virus.Win32.Xorer.du

4

neu

Trojan-Downloader.HTML.Agent.ml

5

-2

Net-Worm.Win32.Nimda

6

+1

Virus.Win32.Alman.b

7

-2

Virus.Win32.Parite.b

8

-2

Virus.Win32.Virut.n

9

-1

Virus.Win32.Sality.z

10

+1

Virus.Win32.Virut.q

11

+1

Virus.Win32.Parite.a

12

-2

Email-Worm.Win32.Runouce.b

13

+1

Worm.Win32.Otwycal.g

14

+2

P2P-Worm.Win32.Bacteraloh.h

15

+3

Trojan.Win32.Obfuscated.gen

16

neu

Worm.Win32.Fujack.cf

17

0

Worm.VBS.Headtail.a

18

-3

Virus.Win32.Hidrag.a

19

-6

Worm.Win32.Fujack.k

20

-11

Virus.Win32.Small.l

Die zweite Tabelle hat sich gegenüber dem Vormonat wenig verändert. Einer der beiden Neulinge, " Trojan-Downloader.HTML.Agent.ml", enthält einen Iframe-Block, der ans Ende von Web-Seiten gesetzt wird und bei Aufruf einer solchen Seite schädlichen Javascript-Code lädt. Der zweite Neueinsteiger, der Wurm "Fujack.cf", ist eine spätere Variante der Wurmfamilie Fujack, die bereits länger bekannt ist.

Insgesamt ist die Zahl der von Kaspersky registrierten Infektionen im Dezember gegenüber dem November um etwa 7500 zurück gegangen. Waren es im Vormonat noch 45.690 Infektionen, wurden im Dezember lediglich 38.190 Schadprogramme entdeckt. Der Anteil von Viren ("VirWare") und Trojanischen Pferden ("TrojWare") liegt nun bei jeweils 45 Prozent, während die Viren im Vormonat noch klar vorn lagen. Die so genannte TrojWare hat jedoch inzwischen wieder gleich gezogen.

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