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50 Millionen Viren gesammelt

28.01.2011 | 18:34 Uhr |

Das Magdeburger Antivirus-Testlabor AV-Test hat in dieser Woche die Marke von 50 Millionen Schädlingen in seiner Malware-Sammlung überschritten. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der neu entdeckten Schädlinge beinahe jährlich verdoppelt.

Im letzten Jahr ist praktisch alle zwei Sekunden ein neuer Virus oder ein anderer Schädling entdeckt worden. Das Magdeburg Testinstitut AV-Test hat mitgeteilt, es habe inzwischen über 50 Millionen verschiedene schädliche Dateien in der Sammlung. Allein im Jahr 2010 sind 20 Millionen Malware-Dateien hinzu gekommen.

Der Trend zeigt weiter steil nach oben. In den 1980er Jahren waren die täglichen Zuwächse noch einstellig. Im Jahr 2000 kamen knapp 500 Schädlinge am Tag hinzu, 2006 waren es über 2800, 2009 34.000 und 2010 an die 55.000 neue Schädlinge täglich. Für das letzte Jahr ergeben sich daraus Durchschnittswerte von 2300 Viren pro Stunde, 38 pro Minute und ein neuer Schädling alle zwei Sekunden.

Das stellt für ein Antivirus-Testinstitut besondere Herausforderungen an die Datenspeicherung und -verarbeitung. Die Schädlinge müssen nicht nur ein- und ausbruchsicher aufbewahrt werden, es muss auch der sichere Umgang zu Testzwecken gewährleistet sein. Bei AV-Test wird daher im Grunde ständig in Hardware investiert. Derzeit umfasst der Fuhrpark 150 Rechner, der zur Verfügung stehende Speicherplatz fasst etwa 300 TB, also 300.000 GB. Die derzeit größten Festplatten auf dem Markt können 3 TB speichern.

AV-Test bietet inzwischen auch die Zertifizierung von Antiviruslösungen an. Im Jahr 2010 haben die Tester dazu jeweils dreimonatige Dauertests mit bis zu 23 Produkten nahezu aller namhaften Hersteller unter Windows 7, Vista und XP durchgeführt. Die detaillierten Testergebnisse sind auf der Website des Unternehmens abrufbar.

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