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Antivirusfirmen kommen nicht mehr hinterher

16.07.2009 | 17:11 Uhr |

Laut einer Analyse eines Sicherheitsunternehmens haben Antivirushersteller in letzter Zeit Mühe bei der Erkennung neuer Malware-Varianten mit dem Tempo der Online-Kriminellen Schritt zu halten.

Bei größeren Malware-Kampagnen, bei denen die Verbreitung von Schädlingen über mehrere Tage andauert, stellen die Malware-Programmierer in kurzen Intervallen immer neue, modifizierte Varianten ihrer Schädlinge bereit. Antivirushersteller versuchen die Varianten mit generischen Signaturen zu erkennen, die auch neue Varianten entdecken können. Vor allem im Juni dieses Jahres haben verschiedene Hersteller jedoch in einigen Fällen den Anschluss verloren.

Das meint jedenfalls das Sicherheitsunternehmen Commtouch aus Israel, das seinen Quartalsbericht "Q2 2009 Internet Threat Trends Report" veröffentlicht hat. Der Bericht für das zweite Quartal dieses Jahres basiert auf der Analyse von über zwei Milliarden Mails und Internet-Transaktionen in den Cloud-basierten, weltweit verteilten Sicherheitszentren des Unternehmens.

In den letzten zwei Jahren sei es Antivirusherstellern meist gelungen neue Malware-Varianten mit Hilfe generischer Signaturen effektiv abzufangen, meint Amir Lev, CTO von Commtouch. Gegen Ende des zweiten Quartals 2009 sei es den Malware-Verbreitern jedoch gelungen größere Mengen neuer Varianten zu streuen, die zumindest scheinbar immun gegen generische Signaturen seien.

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