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Malware: Ein Virus für Taschenrechner

01.06.2007 | 14:50 Uhr |

Die Virenforscher von Symantec haben einen parasitären Virus für den programmierbaren Taschenrechner TI-89 entdeckt, für den es noch nicht einmal einen Namen gibt.

An Warnungen vor allerlei Malware, die bessere Mobiltelefone bedroht, haben wir uns ja bereits gewöhnt. Dass nun auch unsere Taschenrechner Gefahr laufen mit Viren verseucht zu werden, ist jedoch trotz der Entdeckung eines solchen Virus durch das Virenlabor von Symantec eher nicht zu befürchten.

Peter Ferrie berichtet im Blog von Symantec Security Response über einen parasitären Virus, der Dateien auf dem programmierbaren Taschenrechner TI-89 von Texas Instruments infiziert. Für den TI-89 und seine Geschwister gibt es eine Fülle von Anwendungsprogrammen bis hin zu Spielen - warum nicht auch einen Virus?

Der Virus hat noch keinen Namen, er hat jedoch das Interesse der Virenforscher geweckt. Immerhin ist er mit EPO gedopt - im Gegensatz zum Sport ist damit jedoch "Entry Point Obfuscation" gemeint, eine bei Viren nicht unübliche Technik. Eine infizierte Datei wird normalerweise so manipuliert, dass der Beginn des Programm-Codes nahe dem Anfang der Datei auf den Startpunkt des meist an die Datei angehängten Virus-Codes umgelenkt wird. Bei EPO jedoch sucht der Virus irgendwo mitten im Programm-Code einen geeignete Stelle, um eine Abzweigung einzubauen. Geeignet ist etwa ein ohnehin vorhandener Sprungbefehl.

Die Erkennung eines solchen Virus wird dadurch kaum behindert, die Reparatur der infizierten Datei hingegen schon. Wie Ferrie augenzwinkernd anmerkt, liegt das wahre Problem jedoch darin, dass Symantec noch keinen Virenscanner für diese Plattform im Portfolio hat...

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