Malware-Bericht März

Viele Malware-Sites liegen in Deutschland

Donnerstag den 19.04.2012 um 16:53 Uhr

von Frank Ziemann

Weltkarte des Infektionsrisikos für Web-Surfer
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© Kaspersky Lab
Internet-Nutzer in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion sind dem höchsten Risiko einer Malware-Infektion ausgesetzt. In Taiwan und Japan surft es sich deutlich entspannter. Die meisten Malware-Websites sind in den USA, Russland und Deutschland zu finden.
Der Antivirushersteller Kaspersky Lab hat seinen Malware-Bericht für den März veröffentlicht. Demnach hat die Sicherheits-Software des Herstellers auf den Rechnern seiner Kunden mehr als 370 Millionen schädliche Programme beseitigt, 200 Millionen Web-basierte Infektionen entdeckt und 42 Millionen schädliche Web-Adressen ausgemacht.

Dem größten Risiko den Rechner beim Surfen im Internet mit Malware zu infizieren tragen Anwender in den Staaten der früheren Sowjetunion, die acht der zehn Spitzenplätze belegen. Die unrühmliche Spitze bildet Russland mit einem Infektionsrisiko von über 55 Prozent, gefolgt von weiteren ehemaligen Sowjetrepubliken wie Armenien, Kasachstan, Weißrussland, Aserbaidschan und der Ukraine. Auf Platz sieben liegt mit 41 Prozent der Neueinsteiger Sudan.

Die sichersten Länder sind laut Kaspersky Lab Taiwan, Benin, Japan und Hongkong, wo das Infektionsrisiko nur etwas mehr als zehn Prozent beträgt. In Europa ist Dänemark das sicherste Land für Web-Surfer - das Risiko liegt dort bei 15,5 Prozent. Deutschland landet irgendwo zwischen den Extremen.

Anteil verseuchter Websites nach Ländern
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© Kaspersky Lab

Ganz vorn dabei ist Deutschland allerdings bei den Malware-verseuchten Websites. Zwar bilden die USA mit 23 Prozent unangefochten die Spitze, doch direkt dahinter folgen mit jeweils 12 Prozent Deutschland und Russland. Nur wenig besser stehen Großbritannien, die Niederlande und China da, die jeweils auf um die zehn Prozent kommen. Im Februar-Report waren die Niederlande noch auf Platz 1, Deutschland nur Vierter.

Beliebtes Vehikel zum Einschleusen schädlicher Programme sind Sicherheitslücken in älteren Software-Versionen. An der Spitze liegt noch immer der Adobe Reader mit 36 Prozent, dicht gefolgt von Java (JRE) mit 32 Prozent. Root-Exploits für Android sind mit zehn Prozent bereits auf den dritten Rang vorgerückt, während der Flash Player nur noch mit vier Prozent an der Malware-Verbreitung im Web beteiligt ist.

Donnerstag den 19.04.2012 um 16:53 Uhr

von Frank Ziemann

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